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	<title>Gesundheit Archive - tageswow.de</title>
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		<title>Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 19:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Palmöl – was ist das eigentlich genau? Steckt nicht in jeder Palme Öl, und überhaupt: Ist Kokosöl nicht auch Palmöl, da aus Früchten der Kokospalme gewonnen? Es ist etwas komplizierter. Weshalb es gut ist, dass ein Bäcker in Bayern einen nachhaltigen Ersatz fürs billige Fett gefunden hat. Fangen wir beim Containern an. Zu containern bedeutet,&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/wissenschaft/palmoel-noe-hefe-oel/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/wissenschaft/palmoel-noe-hefe-oel/">Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Palmöl – was ist das eigentlich genau? Steckt nicht in jeder Palme Öl, und überhaupt: Ist Kokosöl nicht auch Palmöl, da aus Früchten der Kokospalme gewonnen? Es ist etwas komplizierter. Weshalb es gut ist, dass ein Bäcker in Bayern einen nachhaltigen Ersatz fürs billige Fett gefunden hat.</em></p>
<p>Fangen wir beim Containern an. Zu containern bedeutet, nach Ladenschluss in den Müllcontainern von Supermärkten, Discountern und Großhandel nach verwert- und essbaren Lebensmitteln zu suchen, die aufgrund weit verzweigter und auch darum nicht ganz nachvollziehbarer Gesetze in Deutschland der Abfallwirtschaft zugeführt werden.<br />
Bei Bäckereifachbetrieben ist dieses Vorgehen weitgehend unmöglich, da selbige Übriggebliebenes entweder weitergeben (Tafeln, Bedürftige) oder so lagern, dass keine Zugriffsmöglichkeit besteht. Abgesehen davon wird das derartige Retten genießbarer Lebensmittel in Deutschland als Straftat geahndet und ist somit nichts für jedermann/-frau.</p>
<h4>Anreiz: Mit Weizen geizen</h4>
<p>Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn beispielsweise sind unser täglich Brot, Brötchen, Kuchen und Torten massiv überproduziert: Allein im Jahr 2018 lagen die Verluste von Backwaren aufgrund Überproduktion bei etwa 1,7 Mio. Tonnen. Das heißt, dass in manchen Geschäften jede fünfte Backware in der Auslage liegen blieb. Und es bedeutet, dass die agrarökonomische Leistung von ca. 398.000 Hektar Getreideanbaugebiet, eine Fläche größer als Mallorca, buchstäblich für die Tonne war.</p>
<p>Hinzu kommt: Größtenteils wird für Backwaren Palmöl genutzt. Es ist günstig in der Anschaffung, hoch erhitz- und relativ lange haltbar sowie – in raffinierter Form – geruch- und geschmacklos, jedoch aus klima- und umweltrelevanter Sicht eine Katastrophe.<br />
Palmöl wird in Plantagen angebaut, für die fußballfelderweise Wälder gerodet werden. Wälder, die als grüne Lunge der Welt gelten und seit Jahrzehnten im Rekordtempo schrumpfen. Auf dem südamerikanischen Kontinent, in Südostasien und Afrika werden immer größere Flächen brandgerodet, um unseren Bedarf am billigen Öl, unter Anderem auch für sogenannten Biosprit, zu decken.</p>
<h4>Fettige Kreislaufwirtschaft</h4>
<p>Ein Bäcker in Bayern hatte es deshalb, nun ja, satt. Auf der Suche nach funktional gleichwertigem und dabei nachhaltigem Ersatz tat er sich mit Thomas Brück zusammen, der an der Technischen Universität München (TUM) zur Verwertung von Reststoffen forscht und Hefen kultiviert. Gemeinsam ertüftelten sie innert mehrerer Jahre ein Rezept, das so einfach wie logisch anmutet: Aus noch verwertbaren, also sauberen und schimmelfreien Brotresten, geröstet und gemahlen, wird in Brücks Labor das sogenannte Hefe-Öl. 120 Kilogramm alten Brots können auf diese Weise bis zu 75 Liter Öl generieren. Und das kann für Backprozesse etwa sechzigmal wiederverwendet werden.<br />
Beim zur Ölgewinnung angewandten Fermentationsprozess entstehe kein Abfall, so Brück; selbst das Abwasser sei reich an Nährstoffen und könne der wiederum nächsten Fermentation dienen. So bleibe nichts übrig und alles im Kreislauf erhalten.</p>
<h4>Tonnenweise CO2-Einsparung statt Monokultur und Ausbeutung</h4>
<p>Seit 2021 nutzt Bäckermeister Ludovic Gerboin in sämtlichen Filialen <a href="https://www.baeckerei-ways.de/">seiner Bäckerei</a> das neue Öl und ist rundum zufrieden. Palmöl verwendet er seit gut einem Jahr nicht mehr.<br />
Brück und sein Team um Mahmoud Masri, der das Forschungsprojekt an der TUM leitet, sind ebenfalls derart überzeugt von Technik und Ertrag, dass sie weitere Anlagen bauen und diese Großbäckereien anbieten möchten. Dazu haben sie ein Unternehmen gegründet und werden vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt.<br />
Die Forschenden sehen die reale Möglichkeit umfangreicher Flächen-, Ressourcen- und CO2-Ersparnis, werde Getreideabfall und -ausschuss so verwendet wie für das daraus gewonnene Speiseöl. Dieses eigne sich übrigens auch für die Herstellung von Kosmetika, eine breite Anwendung ist also möglich und vorgesehen.</p>
<p>In Anbetracht der Tatsache, dass Palmöl nicht nur für Flächenfraß verantwortlich, sondern auch nicht sonderlich gesund ist, ein wahres #tageswow.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführender Link:<br />
<a href="https://www.baeckerei-ways.de/">https://www.baeckerei-ways.de/</a> (13.01.2022)<br />
<a href="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/hefeoel-palmoel-ersatz-91118?fbclid=IwAR3iQRwIypEAzGn5En7VRXtfy70ZKOLxh5p6Tz_q98kIAAzV1tviTVabe_0">https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/hefeoel-palmoel-ersatz-91118?fbclid=IwAR3iQRwIypEAzGn5En7VRXtfy70ZKOLxh5p6Tz_q98kIAAzV1tviTVabe_0</a> (05.01.2022)<br />
<a href="https://www.wwf.de/2018/oktober/unser-taeglich-brot">https://www.wwf.de/2018/oktober/unser-taeglich-brot</a> (04.10.2018)</p>
<p>Bildquelle: © Nazarizal Mohammad, Unsplash</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/wissenschaft/palmoel-noe-hefe-oel/">Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Fußball ganz entspannt</title>
		<link>https://tageswow.de/sport/gehendes-kicken-geht-das/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Carmen Schnitzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 17:15:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[ältere Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[football]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Walking Football]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Raus aus der sozialen Isolation, rein in die Bewegung: Der inklusive Trendsport Walking Football ist eine softere Variante des klassischen Fußballs, die besonders ältere Menschen ansprechen soll und der physischen und psychischen Gesundheit dient. Wenn im Fußball von „alten Herren“ oder „alten Damen“ die Rede ist, dann geht es dabei meist um Spieler:innen in ihren&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/sport/gehendes-kicken-geht-das/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Fußball ganz entspannt</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/sport/gehendes-kicken-geht-das/">Fußball ganz entspannt</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Raus aus der sozialen Isolation, rein in die Bewegung: Der inklusive Trendsport Walking Football ist eine softere Variante des klassischen Fußballs, die besonders ältere Menschen ansprechen soll und der physischen und psychischen Gesundheit dient.</em></p>
<p>Wenn im Fußball von „alten Herren“ oder „alten Damen“ die Rede ist, dann geht es dabei meist um Spieler:innen in ihren Dreißigern, manche haben die 40 eventuell überschritten. Wer deutlich älter ist, kommt im Profisport vielleicht als Trainer:in unter oder im Vereinsvorstand. Dabei ist die Begeisterung für den aktiven Sport bei vielen Senior:innen ungebrochen.<br />
Doch natürlich funktioniert manches nicht mehr so wie in jungen Jahren. Fußball ist ein Laufsport, ein Profi legt pro Spiel etwa zehn Kilometer im gemäßigten Tempo zurück und einen Kilometer im Sprint. Bei den Amateur:innen mag es weniger sein, aber doch immer noch eine Menge. Das schaffen ab einem bestimmten Alter nur noch die wenigsten.<br />
Die Lösung für betagte Fußballbegeisterte: Walking Football.</p>
<h4>Jede:r ist willkommen</h4>
<p>Nomen omen est: Hier wird gegangen, nicht gerannt. Ein Team besteht in der Regel aus sechs Spieler:innen, es gibt weder Torwart:in noch Abseits, der Ball wird maximal hüfthoch gespielt, harter körperlicher Kontakt und Fouls sind verboten. Neben Senior:innen können daher auch Menschen mit Gehbeinträchtigungen oder Fußballanfänger:innen dabei sein: Jede:r ist willkommen. Ebenfalls möglich und erwünscht sind gemischtgeschlechtliche Teams.</p>
<p>Bislang ein relativ unbekannter Sport, wird er seit einigen Jahren immer beliebter. Erstmals gespielt wurde diese Geh-Variante des klassischen Fußballs 2011 in Chesterfield, England. Mittlerweile gibt es dort bereits rund 1.000 aktive Teams. Wie viele genau es hierzulande sind, ist nicht ganz klar. Allerdings sind bereits vier Bundesliga-Vereine im Walking Football aktiv: FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg.</p>
<h4>Altwerden ist nichts für Feiglinge</h4>
<p>Dass der gelenkschonende Ü50-Sport eine gesundheitsfördernde Wirkung hat, ermittelte 2018 ein Masterstudent an der Uni Kiel. Entscheidend sei dabei nicht allein der positive Einfluss der Bewegung auf das Herz-Kreislauf-System, sondern auch der Aspekt Geselligkeit. Die psychische Ausgeglichenheit profitiere vom Gemeinschaftsgefühl, vom Zusammensitzen nach dem Training, von Turniererlebnissen und nicht zuletzte von Erfolgen.</p>
<p>„Old age is no place for sissies&#8220; (etwa &#8222;Altwerden ist nichts für Feiglinge“) soll einst Hollywood-Diva Mae West geäußert haben, vielleicht auch ihre Kollegin Bette Davis. Wer auch immer Urheberin jener Weisheit war: Wenn man diesen Lebensabschnitt nicht allein bestreiten muss, sondern ihm Seite an Seite mit Sportsfreund:innen spielerisch begegnen kann, ist die Frage nach dem Alter eine untergeordnete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://www.taz.de/Walking-Football-verbreitet-sich/!5808773/">https://www.taz.de/Walking-Football-verbreitet-sich/!5808773/</a><br />
<a href="https://www.fvm.de/walking-football/">https://www.fvm.de/walking-football/</a><br />
<a href="https://www.dfl.de/de/fans/pfiff/foerderung-und-projekte/walking-football-league/">https://www.dfl.de/de/fans/pfiff/foerderung-und-projekte/walking-football-league/</a><br />
<a href="https://www.n-tv.de/wissen/Wie-viele-Kilometer-laufen-Profi-Fussballer-article18507711.html">https://www.n-tv.de/wissen/Wie-viele-Kilometer-laufen-Profi-Fussballer-article18507711.html</a></p>
<p>Bildquelle: © Artur Verkhovetskiy, Depositphotos</p>
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