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	<title>Kreislaufwirtschaft Archive - tageswow.de</title>
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	<title>Kreislaufwirtschaft Archive - tageswow.de</title>
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		<title>Olio Folio extra vergine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2022 15:55:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist der Traum: Aus alt mach neu, schmeiß&#8216; nix weg, kannste vielleicht noch gebrauchen. So ist es: Ein Unternehmen sieht Plastikmüll nicht nur als die Belastung, die er ist, sondern auch als Ressource. Und das geht so: Die „Biofabrik“ aus Dresden extrahiert während des Recyclingprozesses von Plastik und Kunststoff den Grundstoff Öl. So können&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/olio-folio-extra-vergine/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Olio Folio extra vergine</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das ist der Traum: Aus alt mach neu, schmeiß&#8216; nix weg, kannste vielleicht noch gebrauchen. So ist es: Ein Unternehmen sieht Plastikmüll nicht nur als die Belastung, die er ist, sondern auch als Ressource.</em></p>
<p>Und das geht so: Die „Biofabrik“ aus Dresden extrahiert während des Recyclingprozesses von Plastik und Kunststoff den Grundstoff Öl. So können täglich bis zu 2.400 Kilogramm Polyolefine aufge- und wiederverarbeitet werden.<br />
Das Tolle daran: Die Maschine, die das kann, ist als Container überall einsetzbar.</p>
<p>Die dem Recyclingprozess zuzuführenden Kunststoffflocken werden zunächst unter Ausschluss von Sauerstoff bei ständiger Bewegung erhitzt. Bei ca. 500° Celsius spalten sich die Kohlenwasserstoffketten in flüssige und gasförmige Bestandteile auf, wobei letztere per Kondensation flüssigen Zustand erreichen. So können rund 85 Prozent der eingesetzten Kunststoffe als Altöl zurückgewonnen und dem Produktionsprozess von Recyclingplastik wieder zugeführt werden. Was an Gas übrigbleibt, dient der Stromerzeugung.</p>
<h4>Und der Rest?</h4>
<p>Die kaum vorhandenen Reststoffe (ca. drei Prozent), beispielsweise Metalle, können aussortiert und so wiederverwendet werden, während verbleibende Restasche zur Bitumenherstellung taugt.</p>
<p>Aus problembehaftetem und Probleme generierendem Abfall wird durch diese Technologie ein wertvoller Rohstoff, der die Kreislaufwirtschaft bedient. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass innerhalb der letzten zwanzig Jahre mehr Plastik produziert wurde als im gesamten Jahrhundert davor.</p>
<p>Möchten wir nicht, dass spätestens im Jahr 2050 mehr Plastik in den Weltmeeren schwimmt als Meerestiere (pro Jahr schaffen wir etwa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane), dürfen wir Alternativen zu dem Stoff, ohne den Komfort und Zivilisation in der westlichen Welt nicht mehr möglich scheinen, finden und entwickeln. Die oben beschriebene kann eine davon sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:<br />
<a href="https://biofabrik.com/de/wastx-plastic/">biofabrik.com/de/wastx-plastic/</a> (22.09.2022)</p>
<p>Bildquelle: © Filmbetrachter, Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/umwelt/olio-folio-extra-vergine/">Olio Folio extra vergine</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Edel-Steine aus Dandora</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2022 16:34:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Steine, die die Welt bedeuten, sind vielfarbig – zumindest für Nzambi Matee. Denn sie fertigt seit 2017 Pflastersteine, die fünfmal härter sind als solche aus Beton. Der Trick: recycleter Plastikmüll. Nairobi hat ein Müllproblem. Nichts Ungewöhnliches für eine Hauptstadt. Allerdings wird hier nur etwa die Hälfte des Mülls behördlich eingesammelt und davon wiederum lediglich&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/wissenschaft/edel-steine-aus-dandora-plastikmuell/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Edel-Steine aus Dandora</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/wissenschaft/edel-steine-aus-dandora-plastikmuell/">Edel-Steine aus Dandora</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Steine, die die Welt bedeuten, sind vielfarbig – zumindest für Nzambi Matee. Denn sie fertigt seit 2017 Pflastersteine, die fünfmal härter sind als solche aus Beton. Der Trick: recycleter Plastikmüll.</em></p>
<p>Nairobi hat ein Müllproblem. Nichts Ungewöhnliches für eine Hauptstadt. Allerdings wird hier nur etwa die Hälfte des Mülls behördlich eingesammelt und davon wiederum lediglich ein Bruchteil wiederverwertet.<br />
Weil Kenya mit den Unmengen an Müll überfordert ist – die USA und andere Länder exportieren einen Großteil ihres Abfalls nach Afrika –, formieren sich Gruppierungen junger Menschen, die das Problem selbst in die Hand nehmen.</p>
<h4>Von der Arbeitnehmerin zur Social Entrepreneurin</h4>
<p>Nzambi Matee ist einer dieser junger Menschen. Die 30-Jährige hat sich 2016 aus einem sicheren Arbeitsverhältnis verabschiedet und ist in die Selbstständigkeit gestartet. Sie möchte ihre Fähig- und Fertigkeiten anstatt für die Ölindustrie lieber dafür einsetzen, einen Unterschied im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu machen.</p>
<p>Die studierte Maschinenbauingenieurin probierte lange mit Materialien und Werkzeugen herum, um die perfekte Fabrikationsweise für die Herstellung von Baustoffen zu finden. Es is<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2983 alignright" src="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-300x300.jpg" alt="Auch dieser Sitzungshammer, erstellt für den UN-Umweltausschuss, besteht aus PLastikmüll" width="300" height="300" srcset="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-300x300.jpg 300w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-150x150.jpg 150w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-768x768.jpg 768w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2.jpg 854w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />t ihr gelungen: 2017 gründete sie ihr Unternehmen <a href="https://www.gjenge.co.ke/">Gjenge Makers Ltd.</a>, das unter Anderem recyclete Pflastersteine herstellt – bis zu 6.000 Stück pro Woche.</p>
<h4>Aktivismus zahlt sich aus</h4>
<p>Ein weiterer Meilenstein ihrer Kreativität im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist der Hammer, mit dem im März 2022 während der <a href="https://www.unep.org/environmentassembly/unea5">5. UN-Umweltversammlung</a> in Nairobi der Plastic Pact besiegelt wurde (siehe Photo).</p>
<p>Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 1.000 Tonnen Plastikmüll verarbeitet sowie über hundert Einkommensmöglichkeiten für Müllsammler:innen, Frauen und junge Menschen geschaffen. Gemeinsam sind sie aktiv, um für das scheinbar unlösbare Plastikmüllproblem Kenyas Lösungen zu generieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://www.welt.de/politik/ausland/plus238490765/Nachhaltigkeit-Wie-Afrikas-Tueftler-das-Plastikmuell-Problem-loesen.html">https://www.welt.de/politik/ausland/plus238490765/Nachhaltigkeit-Wie-Afrikas-Tueftler-das-Plastikmuell-Problem-loesen.html</a> (15.05.2022)<br />
<a href="https://edwardasare.com/nzambi-matee-the-kenyan-woman-building-an-empire-from-trash/">https://edwardasare.com/nzambi-matee-the-kenyan-woman-building-an-empire-from-trash/</a> (11.04.2021)<br />
<a href="https://worldarchitecture.org/article-links/egmeg/kenyan-startup-founder-nzambi-matee-recycles-plastic-to-make-bricks-that-are-stronger-than-concrete.html">https://worldarchitecture.org/article-links/egmeg/kenyan-startup-founder-nzambi-matee-recycles-plastic-to-make-bricks-that-are-stronger-than-concrete.html</a> (12.02.2021)<br />
<a href="https://www.thisiscolossal.com/2021/02/nzambi-matee-plastic-bricks/">https://www.thisiscolossal.com/2021/02/nzambi-matee-plastic-bricks/</a> (09.02.2021)<br />
<a href="https://www.reuters.com/article/us-kenya-environment-recycling-idUSKBN2A211N">https://www.reuters.com/article/us-kenya-environment-recycling-idUSKBN2A211N</a> (02.02.2021)<br />
<a href="https://www.unep.org/youngchampions/news/story/building-blocks-greener-nairobi">https://www.unep.org/youngchampions/news/story/building-blocks-greener-nairobi</a> (15.12.2020)<br />
<a href="https://watson.is/scholar/nzambi-matee/">https://watson.is/scholar/nzambi-matee/</a></p>
<p>Bildquelle: © Gjenge Makers Ltd.</p>
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		<title>Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 19:56:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Palmöl – was ist das eigentlich genau? Steckt nicht in jeder Palme Öl, und überhaupt: Ist Kokosöl nicht auch Palmöl, da aus Früchten der Kokospalme gewonnen? Es ist etwas komplizierter. Weshalb es gut ist, dass ein Bäcker in Bayern einen nachhaltigen Ersatz fürs billige Fett gefunden hat. Fangen wir beim Containern an. Zu containern bedeutet,&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/wissenschaft/palmoel-noe-hefe-oel/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/wissenschaft/palmoel-noe-hefe-oel/">Palmöl-Multi? Nö, Hefeöl-Kulti</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Palmöl – was ist das eigentlich genau? Steckt nicht in jeder Palme Öl, und überhaupt: Ist Kokosöl nicht auch Palmöl, da aus Früchten der Kokospalme gewonnen? Es ist etwas komplizierter. Weshalb es gut ist, dass ein Bäcker in Bayern einen nachhaltigen Ersatz fürs billige Fett gefunden hat.</em></p>
<p>Fangen wir beim Containern an. Zu containern bedeutet, nach Ladenschluss in den Müllcontainern von Supermärkten, Discountern und Großhandel nach verwert- und essbaren Lebensmitteln zu suchen, die aufgrund weit verzweigter und auch darum nicht ganz nachvollziehbarer Gesetze in Deutschland der Abfallwirtschaft zugeführt werden.<br />
Bei Bäckereifachbetrieben ist dieses Vorgehen weitgehend unmöglich, da selbige Übriggebliebenes entweder weitergeben (Tafeln, Bedürftige) oder so lagern, dass keine Zugriffsmöglichkeit besteht. Abgesehen davon wird das derartige Retten genießbarer Lebensmittel in Deutschland als Straftat geahndet und ist somit nichts für jedermann/-frau.</p>
<h4>Anreiz: Mit Weizen geizen</h4>
<p>Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn beispielsweise sind unser täglich Brot, Brötchen, Kuchen und Torten massiv überproduziert: Allein im Jahr 2018 lagen die Verluste von Backwaren aufgrund Überproduktion bei etwa 1,7 Mio. Tonnen. Das heißt, dass in manchen Geschäften jede fünfte Backware in der Auslage liegen blieb. Und es bedeutet, dass die agrarökonomische Leistung von ca. 398.000 Hektar Getreideanbaugebiet, eine Fläche größer als Mallorca, buchstäblich für die Tonne war.</p>
<p>Hinzu kommt: Größtenteils wird für Backwaren Palmöl genutzt. Es ist günstig in der Anschaffung, hoch erhitz- und relativ lange haltbar sowie – in raffinierter Form – geruch- und geschmacklos, jedoch aus klima- und umweltrelevanter Sicht eine Katastrophe.<br />
Palmöl wird in Plantagen angebaut, für die fußballfelderweise Wälder gerodet werden. Wälder, die als grüne Lunge der Welt gelten und seit Jahrzehnten im Rekordtempo schrumpfen. Auf dem südamerikanischen Kontinent, in Südostasien und Afrika werden immer größere Flächen brandgerodet, um unseren Bedarf am billigen Öl, unter Anderem auch für sogenannten Biosprit, zu decken.</p>
<h4>Fettige Kreislaufwirtschaft</h4>
<p>Ein Bäcker in Bayern hatte es deshalb, nun ja, satt. Auf der Suche nach funktional gleichwertigem und dabei nachhaltigem Ersatz tat er sich mit Thomas Brück zusammen, der an der Technischen Universität München (TUM) zur Verwertung von Reststoffen forscht und Hefen kultiviert. Gemeinsam ertüftelten sie innert mehrerer Jahre ein Rezept, das so einfach wie logisch anmutet: Aus noch verwertbaren, also sauberen und schimmelfreien Brotresten, geröstet und gemahlen, wird in Brücks Labor das sogenannte Hefe-Öl. 120 Kilogramm alten Brots können auf diese Weise bis zu 75 Liter Öl generieren. Und das kann für Backprozesse etwa sechzigmal wiederverwendet werden.<br />
Beim zur Ölgewinnung angewandten Fermentationsprozess entstehe kein Abfall, so Brück; selbst das Abwasser sei reich an Nährstoffen und könne der wiederum nächsten Fermentation dienen. So bleibe nichts übrig und alles im Kreislauf erhalten.</p>
<h4>Tonnenweise CO2-Einsparung statt Monokultur und Ausbeutung</h4>
<p>Seit 2021 nutzt Bäckermeister Ludovic Gerboin in sämtlichen Filialen <a href="https://www.baeckerei-ways.de/">seiner Bäckerei</a> das neue Öl und ist rundum zufrieden. Palmöl verwendet er seit gut einem Jahr nicht mehr.<br />
Brück und sein Team um Mahmoud Masri, der das Forschungsprojekt an der TUM leitet, sind ebenfalls derart überzeugt von Technik und Ertrag, dass sie weitere Anlagen bauen und diese Großbäckereien anbieten möchten. Dazu haben sie ein Unternehmen gegründet und werden vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt.<br />
Die Forschenden sehen die reale Möglichkeit umfangreicher Flächen-, Ressourcen- und CO2-Ersparnis, werde Getreideabfall und -ausschuss so verwendet wie für das daraus gewonnene Speiseöl. Dieses eigne sich übrigens auch für die Herstellung von Kosmetika, eine breite Anwendung ist also möglich und vorgesehen.</p>
<p>In Anbetracht der Tatsache, dass Palmöl nicht nur für Flächenfraß verantwortlich, sondern auch nicht sonderlich gesund ist, ein wahres #tageswow.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführender Link:<br />
<a href="https://www.baeckerei-ways.de/">https://www.baeckerei-ways.de/</a> (13.01.2022)<br />
<a href="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/hefeoel-palmoel-ersatz-91118?fbclid=IwAR3iQRwIypEAzGn5En7VRXtfy70ZKOLxh5p6Tz_q98kIAAzV1tviTVabe_0">https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/hefeoel-palmoel-ersatz-91118?fbclid=IwAR3iQRwIypEAzGn5En7VRXtfy70ZKOLxh5p6Tz_q98kIAAzV1tviTVabe_0</a> (05.01.2022)<br />
<a href="https://www.wwf.de/2018/oktober/unser-taeglich-brot">https://www.wwf.de/2018/oktober/unser-taeglich-brot</a> (04.10.2018)</p>
<p>Bildquelle: © Nazarizal Mohammad, Unsplash</p>
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		<title>Mit Recycling an die Spitze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 12:34:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft. Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/mit-recycling-an-die-spitze/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mit Recycling an die Spitze</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft.</em></p>
<p>Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es sogar 55 Prozent sein. In einigen Teilen Europas wähnte man sich auf einem guten Weg, bis der Europäische Rechnungshof (ERH) im Oktober 2020 die Berechnung der Quoten kritisierte. Laut Einschätzung des ERH werden die Recyclingquoten durch die neue Berechnung folglich sinken.</p>
<p>Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich ihre Quoten bis zu jenem Zeitpunkt also schöner gerechnet, als sie es waren. Denn: Es werden nach wie vor mehr Kunststoffabfälle verbrannt als recycelt. Dieser Vorgang trägt nicht nur zur Umweltverschmutzung bei, er verhindert auch das Wiederbenutzen wertvoller Rohstoffe.<br />
Auch sind die Quotenziele lückenhaft. Für Plastikabfälle, die in der Landwirtschaft, auf dem Bau, bei der Autoproduktion oder bei der Fertigung von Elektro- und Elektronikgeräten anfallen, gibt es bislang überhaupt keine Richtwerte (obschon in diesen Sektoren eine große Rückgewinnungsquote möglich ist). Von den schätzungsweise 1,7 Millionen Tonnen Kunststoff, die beispielsweise im Jahr 2017 in der EU-Landwirtschaft verwendet wurden, wurde ein großer Teil mutmaßlich verbrannt oder auf den Feldern zurückgelassen. Es gibt keine Sammel-, geschweige denn Recyclingsysteme für Plastik in der Agrarindustrie.</p>
<h4>Mehr Recycling, bessere Quote</h4>
<p>Im EU-Vergleich steht Österreich mit 53 Prozent Recyclingquote zum jetzigen Zeitpunkt gut da: Nur Deutschland (67 Prozent) und Slowenien (59 Prozent) recyceln mehr Siedlungsabfälle. Siedlungsabfälle sind Abfälle aus privaten Haushalten oder hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbebetrieben. Auch Bioabfälle, Glas, Papier oder Sperrmüll gehören dazu.<br />
Nichtsdestwoerniger muss Österreich das Recycling von Kunststoffverpackungen in den kommenden fünf Jahren verdoppeln, um das neue Quotenziel zu erreichen.</p>
<p>Einiges hat Österreich bereits erreicht: Bis 2029 soll die Sammelquote für Kunststoff-Getränkeflaschen EU-weit 90 Prozent betragen. Drei österreichische Bundesländer erfüllen diese Vorgabe schon, zwei weitere stehen kurz davor. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei 70 Prozent.</p>
<p>Anfang August 2021 präsentierte die österreichische Wirtschaftskammer nun einen Zehn-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft. Damit sollen in Österreich sämtliche EU-Recyclingziele erreicht und die Rückgewinnung von Rohstoffen maximiert werden – ohne Haushalte und Unternehmen übermäßig zu belasten.</p>
<h4>Der Zehn-Punkte-Plan in Kürze</h4>
<p>Während derzeit jedes österreichische Bundesland unterschiedliche Maßstäbe für Recycling und Abfallsammlung ansetzt, sollen diese baldmöglichst vereinheitlicht werden. Statt die Bürger:innen Abfälle zu Sammelstellen bringen zu lassen, soll der Müll in Zukunft abgeholt werden. Das Stichwort lautet „convenience“, englisch für Bequemlichkeit.</p>
<p>Darüber hinaus erfassen Digitalisierungsmaßnahmen öffentliche Gebäude, Freizeitkonsum und Gewerbeabfälle. Mithilfe dieser Daten werden Sammelbehälter strategisch aufgestellt und Bürger:innen wie Betriebe entsprechend sensibilisiert. Langfristig sollen smarte Sammelbehälter durch Bonuspunkte die Rückgabe von Wertstoffen fördern.<br />
Verpackungen müssen künftig mit möglichst niedrigem Materialeinsatz so entworfen werden, dass sie für Recycling oder Aufwertung, also Upcycling geeignet sind. Neue und aufgerüstete ältere Sortieranlagen gewinnen zudem mehr Wertstoffe aus Rest- oder Gewerbemüll.</p>
<p>Mit groß angelegten Kampagnen zur Bewusstseinsförderung und verschärften Strafen will man das sogenannte Littering verhindern. Littering bezeichnet die Vermüllung von öffentlichem Raum und Natur, zum Beispiel mit Gratiszeitungen, Zigarettenstummeln oder auch Elektroschrott.</p>
<h4>Kritiker:innen bemängeln Kosten und Umsetzung</h4>
<p>Die österreichische Wirtschaftskammer sieht sich bereits als internationaler Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft. Der Zehn-Punkte-Plan sei ein effizientes, kostengünstiges Gesamtkonzept und beispielsweise günstiger als die Einführung eines Pfandsystems. Aber es hagelt auch Kritik, besonders von der Pfandgesellschaft ÖPG. Sie bemängelt, dass Umstellung vom momentanen Bring- auf ein Hol-System mit gelber Tonne die Betriebskosten verteuere. Zudem trügen Konsument:innen die unmittelbaren Kosten. Bau und Aufrüstung bestehender Sortieranlagen hingegen seien ein guter Ansatz, aber so schnell nicht umsetzbar, da in den letzten Jahren ein Mangel an Investitionen bestanden habe.</p>
<p>Weiterhin argumentiert die ÖPG wenig überraschend für die Einführung eines Pfandsystems. Dieses entlaste die ohnehin an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Sortieranlagen. Das gewichtigste Argument ist allerdings der Vorwurf, dass die Wirtschaftskammer viele ihrer Mitglieder nicht an der Diskussion beteiligt habe.</p>
<h4>Kreislaufwirtschaft ist real</h4>
<p>Trotz berechtigter Kritik ist Österreichs Zehn-Punkte-Plan ein vielversprechendes Modell. Für das Konzept wurden die verschiedenen Verwertungsmethoden der österreichischen Bundesländer verglichen und die vielversprechendsten Ansätze herausgearbeitet, inklusive Einführung eines Pfandsystems.<br />
Statt etwas grundsätzlich Neues zu ent- und Bestehendes zu verwerfen, setzt man also künftig auch auf die Optimierung bewährter Methoden. Für alle Fälle sieht das Maßnahmenpaket daher einen rechtlichen Rahmen für die Förderung von Forschung, Innovation und Investition vor.</p>
<p>Im EU-Vergleich dürfte der österreichische Zehn-Punkte-Plan derzeit die besten Chancen auf eine Realisierung der Kreislaufwirtschaft haben. Bleibt es nicht beim föderalistischen Klein-Klein, könnte das Modell echten Vorbildcharakter für andere EU-Länder haben – auch für Deutschland und Slowenien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf">https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der-wirtschaft-jahrhundertchance"><u>https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der- wirtschaft-jahrhundertchance</u></a><br />
<a href="https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html">https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html</a><br />
<a href="https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle">https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems</a><br />
<a href="https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html">https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html</a></p>
<p>Bildquelle: © Pawel Czerwinski, Unsplash</p>
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		<title>Kostenlose Fahrräder für Schulkinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 10:09:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die schottische Regierung, genauer Transport Scotland, realisiert mehrere Pilotprojekte, die Schulkindern kostenfrei Fahrräder zur Verfügung stellen. Das Angebot richtet sich insbesondere an solche Kinder und Jugendliche, deren Eltern es sich nicht leisten können, Fahrräder für sie anzuschaffen. Diverse Konzepte sollen die Bereitstellung von Fahrrädern an ausgewählten Grund- und Sekundarschulen im urbanen wie auch ländlichen Umfeld&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/kostenlose-fahrraeder-fuer-schulkinder/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Kostenlose Fahrräder für Schulkinder</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die schottische Regierung, genauer Transport Scotland, realisiert mehrere Pilotprojekte, die Schulkindern kostenfrei Fahrräder zur Verfügung stellen. Das Angebot richtet sich insbesondere an solche Kinder und Jugendliche, deren Eltern es sich nicht leisten können, Fahrräder für sie anzuschaffen.</em></p>
<p>Diverse Konzepte sollen die Bereitstellung von Fahrrädern an ausgewählten Grund- und Sekundarschulen im urbanen wie auch ländlichen Umfeld fördern. In den kommenden Monaten geben dann gesammelte Daten darüber Aufschluss, wie die flächendeckende Einführung umgesetzt werden kann. Sowohl lokale Fahrradläden als auch recycelte Fahrräder fördern hierbei den Ansatz der Kreislaufwirtschaft.</p>
<p>Schottlands Verkehrsminister Graeme Dey ist der Schirmherr der geplanten Aktionen. Er kündigte sie in Glasgow gemeinsam mit der fünffachen BMX- und Bahnrad-Weltmeisterin Shanaze Reade an. Reade fungiert im Rahmen der UCI-Radweltmeisterschaften 2023 als Botschafterin für Kinder und Jugendliche.</p>
<p>Die Pilotprojekte sollen den Kindern nicht nur zu mehr Mobilität verhelfen, sondern auch ihre Selbstwirksamkeit fördern, Fertigkeiten freisetzen, Selbstvertrauen aufbauen, die körperliche und geistige Gesundheit verbessern und gleichzeitig die Klimakrise bekämpfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:<br />
<a href="https://www.transport.gov.scot/news/free-bike-pilots-announced/"><span style="color: #1155cc;"><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><u>https://www.transport.gov.scot/news/free-bike-pilots-announced/</u></span></span></span></a></p>
<p>Bildquelle: © Transport Scotland</p>
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