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	<title>Elke Gober, Autor bei tageswow.de</title>
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	<title>Elke Gober, Autor bei tageswow.de</title>
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		<title>Mit Recycling an die Spitze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 12:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft. Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/mit-recycling-an-die-spitze/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mit Recycling an die Spitze</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft.</em></p>
<p>Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es sogar 55 Prozent sein. In einigen Teilen Europas wähnte man sich auf einem guten Weg, bis der Europäische Rechnungshof (ERH) im Oktober 2020 die Berechnung der Quoten kritisierte. Laut Einschätzung des ERH werden die Recyclingquoten durch die neue Berechnung folglich sinken.</p>
<p>Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich ihre Quoten bis zu jenem Zeitpunkt also schöner gerechnet, als sie es waren. Denn: Es werden nach wie vor mehr Kunststoffabfälle verbrannt als recycelt. Dieser Vorgang trägt nicht nur zur Umweltverschmutzung bei, er verhindert auch das Wiederbenutzen wertvoller Rohstoffe.<br />
Auch sind die Quotenziele lückenhaft. Für Plastikabfälle, die in der Landwirtschaft, auf dem Bau, bei der Autoproduktion oder bei der Fertigung von Elektro- und Elektronikgeräten anfallen, gibt es bislang überhaupt keine Richtwerte (obschon in diesen Sektoren eine große Rückgewinnungsquote möglich ist). Von den schätzungsweise 1,7 Millionen Tonnen Kunststoff, die beispielsweise im Jahr 2017 in der EU-Landwirtschaft verwendet wurden, wurde ein großer Teil mutmaßlich verbrannt oder auf den Feldern zurückgelassen. Es gibt keine Sammel-, geschweige denn Recyclingsysteme für Plastik in der Agrarindustrie.</p>
<h4>Mehr Recycling, bessere Quote</h4>
<p>Im EU-Vergleich steht Österreich mit 53 Prozent Recyclingquote zum jetzigen Zeitpunkt gut da: Nur Deutschland (67 Prozent) und Slowenien (59 Prozent) recyceln mehr Siedlungsabfälle. Siedlungsabfälle sind Abfälle aus privaten Haushalten oder hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbebetrieben. Auch Bioabfälle, Glas, Papier oder Sperrmüll gehören dazu.<br />
Nichtsdestwoerniger muss Österreich das Recycling von Kunststoffverpackungen in den kommenden fünf Jahren verdoppeln, um das neue Quotenziel zu erreichen.</p>
<p>Einiges hat Österreich bereits erreicht: Bis 2029 soll die Sammelquote für Kunststoff-Getränkeflaschen EU-weit 90 Prozent betragen. Drei österreichische Bundesländer erfüllen diese Vorgabe schon, zwei weitere stehen kurz davor. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei 70 Prozent.</p>
<p>Anfang August 2021 präsentierte die österreichische Wirtschaftskammer nun einen Zehn-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft. Damit sollen in Österreich sämtliche EU-Recyclingziele erreicht und die Rückgewinnung von Rohstoffen maximiert werden – ohne Haushalte und Unternehmen übermäßig zu belasten.</p>
<h4>Der Zehn-Punkte-Plan in Kürze</h4>
<p>Während derzeit jedes österreichische Bundesland unterschiedliche Maßstäbe für Recycling und Abfallsammlung ansetzt, sollen diese baldmöglichst vereinheitlicht werden. Statt die Bürger:innen Abfälle zu Sammelstellen bringen zu lassen, soll der Müll in Zukunft abgeholt werden. Das Stichwort lautet „convenience“, englisch für Bequemlichkeit.</p>
<p>Darüber hinaus erfassen Digitalisierungsmaßnahmen öffentliche Gebäude, Freizeitkonsum und Gewerbeabfälle. Mithilfe dieser Daten werden Sammelbehälter strategisch aufgestellt und Bürger:innen wie Betriebe entsprechend sensibilisiert. Langfristig sollen smarte Sammelbehälter durch Bonuspunkte die Rückgabe von Wertstoffen fördern.<br />
Verpackungen müssen künftig mit möglichst niedrigem Materialeinsatz so entworfen werden, dass sie für Recycling oder Aufwertung, also Upcycling geeignet sind. Neue und aufgerüstete ältere Sortieranlagen gewinnen zudem mehr Wertstoffe aus Rest- oder Gewerbemüll.</p>
<p>Mit groß angelegten Kampagnen zur Bewusstseinsförderung und verschärften Strafen will man das sogenannte Littering verhindern. Littering bezeichnet die Vermüllung von öffentlichem Raum und Natur, zum Beispiel mit Gratiszeitungen, Zigarettenstummeln oder auch Elektroschrott.</p>
<h4>Kritiker:innen bemängeln Kosten und Umsetzung</h4>
<p>Die österreichische Wirtschaftskammer sieht sich bereits als internationaler Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft. Der Zehn-Punkte-Plan sei ein effizientes, kostengünstiges Gesamtkonzept und beispielsweise günstiger als die Einführung eines Pfandsystems. Aber es hagelt auch Kritik, besonders von der Pfandgesellschaft ÖPG. Sie bemängelt, dass Umstellung vom momentanen Bring- auf ein Hol-System mit gelber Tonne die Betriebskosten verteuere. Zudem trügen Konsument:innen die unmittelbaren Kosten. Bau und Aufrüstung bestehender Sortieranlagen hingegen seien ein guter Ansatz, aber so schnell nicht umsetzbar, da in den letzten Jahren ein Mangel an Investitionen bestanden habe.</p>
<p>Weiterhin argumentiert die ÖPG wenig überraschend für die Einführung eines Pfandsystems. Dieses entlaste die ohnehin an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Sortieranlagen. Das gewichtigste Argument ist allerdings der Vorwurf, dass die Wirtschaftskammer viele ihrer Mitglieder nicht an der Diskussion beteiligt habe.</p>
<h4>Kreislaufwirtschaft ist real</h4>
<p>Trotz berechtigter Kritik ist Österreichs Zehn-Punkte-Plan ein vielversprechendes Modell. Für das Konzept wurden die verschiedenen Verwertungsmethoden der österreichischen Bundesländer verglichen und die vielversprechendsten Ansätze herausgearbeitet, inklusive Einführung eines Pfandsystems.<br />
Statt etwas grundsätzlich Neues zu ent- und Bestehendes zu verwerfen, setzt man also künftig auch auf die Optimierung bewährter Methoden. Für alle Fälle sieht das Maßnahmenpaket daher einen rechtlichen Rahmen für die Förderung von Forschung, Innovation und Investition vor.</p>
<p>Im EU-Vergleich dürfte der österreichische Zehn-Punkte-Plan derzeit die besten Chancen auf eine Realisierung der Kreislaufwirtschaft haben. Bleibt es nicht beim föderalistischen Klein-Klein, könnte das Modell echten Vorbildcharakter für andere EU-Länder haben – auch für Deutschland und Slowenien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf">https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der-wirtschaft-jahrhundertchance"><u>https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der- wirtschaft-jahrhundertchance</u></a><br />
<a href="https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html">https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html</a><br />
<a href="https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle">https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems</a><br />
<a href="https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html">https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html</a></p>
<p>Bildquelle: © Pawel Czerwinski, Unsplash</p>
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		<title>Mehr Meer aufräumen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Nov 2021 20:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwas mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt – und ein großer Teil davon mit Plastikmüll, sodass jährlich hunderttausende Seevögel und Meereslebewesen daran verenden. Allein der sogenannte Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien im nordpazifischen Strömungskreis hat eine Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das ist dreimal so groß wie Frankreich.&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/plastik-raus/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mehr Meer aufräumen</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Etwas mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt – und ein großer Teil davon mit Plastikmüll, sodass jährlich hunderttausende Seevögel und Meereslebewesen daran verenden.</em></p>
<p>Allein der sogenannte Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien im nordpazifischen Strömungskreis hat eine Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das ist dreimal so groß wie Frankreich. Laut Umweltbundesamt sind drei Viertel des Mülls im Meer Kunststoffe, die nur sehr langsam zersetzt werden und dabei giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter in die Umwelt abgeben.</p>
<p>Diese Kleinstpartikel, das sogenannte Mikroplastik, tauchen mittlerweile überall auf. Forscher:innen haben es in Meereswirbeln, Sedimenten und in den Hinterlassenschaften diverser Meerestiere nachgewiesen. Mikroplastik kann zur Anreicherung von Schadstoffen führen, die durch den Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten auch Auswirkungen auf Menschen haben. Denn bisher kann Mikroplastik nicht aus dem Wasser gefiltert werden.</p>
<h4>Siebähnliche Konstruktion filtert Plastik aus dem Meer</h4>
<p>Stattdessen werden nun seit letztem Jahr große Mengen Plastikmüll aus dem Meer geholt, bevor dieser durch Strömung und Reibung in kleinere Stücke aufgespalten wird. 2013 schnorchelte ein 16-jähriger Jugendlicher aus den Niederlanden in Griechenland. Dabei bekam er mehr Plastik als Fische zu sehen und beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Er entwickelte seine Idee und sammelte ein Jahr darauf in der bis dato größten Non-Profit-Crowdfunding-Kampagne 2,2 Millionen US-Dollar für die Umsetzung von The Ocean Cleanup.</p>
<p>Dessen Filter nutzt die natürliche Meeresströmung und die Tatsache, dass ein Großteil des Plastiks nicht weit von der Wasseroberfläche treibt. Eine 800 Meter lange, schlauchähnliche Konstruktion fängt das treibende Plastik ein. An dieser Barriere hängt ein fest gewobener Stoff, der etwa drei Meter in die Tiefe reicht und etwas tiefer treibendes Plastik ebenfalls aufnimmt. Studien haben ergeben, dass diese Tiefe ausreicht, um den meisten Müll aus dem Wasser filtern zu können.</p>
<p>Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit dem ersten Prototyp ist das weiterentwickelte Modell 002 seit Ende Juli 2021 im Pacific Garbage Patch im Einsatz. An Modell 003, das noch effizienter wirken soll, wird  bereits gearbeitet.</p>
<h4>Neben den Auswirkungen auch die Ursache bekämpfen</h4>
<p>Das Projekt verfolgt einen zweigleisigen Ansatz: Statt nur Plastikmüll aus dem Meer zu fischen, verhindert man mit einer etwas kleineren, anpassbaren Konstruktion, dass das Plastik überhaupt ins Meer gelangt. Diese kleinere Variante fängt Plastiktreibgut bereits in Flüssen ein, die einen Großteil davon ins Meer spülen.</p>
<p>Im Rahmen ihrer Forschungen identifizierte die Organisation die 1.000 schmutzigsten Flüsse weltweit. Diese transportieren mutmaßlich 80 % des in Gewässern treibenden Plastikmülls in die Ozeane.<br />
Bald soll die Konstruktion für den Einsatz in Flüssen in Serienproduktion gehen. Gleichzeitig laufen Verhandlungen mit Regierungen, Betreibern und Sponsoren, die einen Großteil der Umsetzung übernehmen sollen. Schließlich sind aufgrund laxer Gesetze und nicht nachhaltiger Produktions- und TRansportverhältnisse auch sie dafür verantwortlich, dass</p>
<p>90 % des treibenden Plastiks bis 2040 aus dem Meer entfernen – das Projekt hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Angesichts der vielen Forschungsergebnisse innerhalb den letzten Jahre, die effizient und zielführend in Weiterentwicklungen aufgingen, könnte es tatsächlich erreichbar sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://theoceancleanup.com/">https://theoceancleanup.com/</a><br />
<a href="https://interestingengineering.com/could-we-power-ocean-cleaning-voyages-with-the-same-%20plastics-they-collect%20%20">https://interestingengineering.com/could-we-power-ocean-cleaning-voyages-with-the-same-%20plastics-they-collect%20%20</a><br />
<a href="https://www.newscientist.com/article/2295468-ships-could-clean-up-the-ocean-by-turning-marine-plastic-into-fuel/">https://www.newscientist.com/article/2295468-ships-could-clean-up-the-ocean-by-turning- marine-plastic-into-fuel/</a><br />
<a href="https://www.sgcarmart.com/news/article.php?AID=25890">https://www.sgcarmart.com/news/article.php?AID=25890</a><br />
<a href="https://sinplastic.com/the-ocean-cleanup/">https://sinplastic.com/the-ocean-cleanup/</a><br />
<a href="https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell">https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell</a><br />
<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/muell-im-meer">https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/muell-im-meer</a></p>
<p>Bildquelle: © The Ocean Cleanup, theoceancleanup.com</p>
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		<title>Sehen per App, Hören per Handschuh</title>
		<link>https://tageswow.de/vermischtes/blind-oder-stumm-hilfe-per-app/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 15:04:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2019 galten in Deutschland mindestens sieben von 1.000 Menschen als sehbehindert oder blind. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) geht von einer wesentlich höheren Anzahl aus. Genaue Zahlen gibt es nicht, obschon diese beispielsweise für die Planung barrierefreier Städte dringend notwendig und hilfreich wären. Obwohl viele Angebote mittlerweile auch für Blinde und Sehbehinderte&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/vermischtes/blind-oder-stumm-hilfe-per-app/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Sehen per App, Hören per Handschuh</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im Jahr 2019 galten in Deutschland mindestens sieben von 1.000 Menschen als sehbehindert oder blind. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) geht von einer wesentlich höheren Anzahl aus. Genaue Zahlen gibt es nicht, obschon diese beispielsweise für die Planung barrierefreier Städte dringend notwendig und hilfreich wären.</em></p>
<p>Obwohl viele Angebote mittlerweile auch für Blinde und Sehbehinderte zugänglich sind, zum Beispiel durch Vorleseprogramme, Alt-Texte und Sprachsteuerung, kommt es im Alltag gelegentlich zu Situationen, in denen Sehbeeinträchtigte spontan Hilfe benötigen und nicht unbedingt auf Familie, Bekannte oder Freund:innen zurückgreifen können oder wollen.<br />
Mal verliert jemand den Ehering auf der Terrasse oder steht um vier Uhr morgens vor dem Kühlschrank und weiß nicht, ob Erbsen oder Pfirsiche in der Dose sind. Die Plattensammlung soll Braille-Labels erhalten, aber vor dem Aufkleben muss geprüft werden, ob es die richtige Hülle ist. Dazu ein etwas fundamentaleres Problem: Wer liest das Ergebnis des Schwangerschaftstests ab?</p>
<h4>Dänischer Schreiner entwickelt Seh-App für Blinde</h4>
<p>Im Jahr 2013 erfuhr ein dänischer Schreiner auf einer Konferenz, dass viele Menschen, die blind oder anderweitig in ihrer Sicht eingeschränkt sind, kleine Alltagsprobleme lösen, indem sie sich per Videoanruf Hilfe von Freunden oder Familie holen. Aber was, wenn gerade niemand verfügbar ist oder man eine Information im Bekanntenkreis für sich behalten möchte? Was, wenn man an diesem Tag schon fünfmal wo angerufen hat und nicht erneut stören möchte?<br />
Seine Idee: eine App, die Blinde und Sehbehinderte mit Freiwilligen auf der ganzen Welt per Videoanruf verbindet.</p>
<p>Seit 2015 ist die App online und bereits innerhalb der ersten 24 Stunden meldeten sich 10.000 Sehende zur Unterstützung an. Inzwischen sind etwa 330.000 Sehbehinderte und 5,4 Millionen Freiwillige registriert – aus 175 Ländern weltweit. 185 Sprachen sind verfügbar. Dabei profitierte die App auch von den weltweiten Lockdowns, in deren Rahmen viele Menschen, ob blind oder sehend, für längere Zeit zuhause feststeckten und umso mehr auf Hilfe angewiesen waren (oder Zeit zum Helfen hatten).</p>
<p>Das Prinzip ist einfach: Wer Hilfe braucht, ruft an und wird mit jemandem verbunden, der oder die gerade Zeit hat. Wer helfen möchte, muss keine Schichten übernehmen, sondern kann Anrufe jederzeit annehmen oder ablehnen. Dank der großen Zahl an Freiwilligen dauert es maximal 30 Sekunden, bis ein Anruf angenommen wird – das geht so weit, dass sich Freiwillige enttäuscht über zu wenig Anrufe zeigten. Private Geldgeber:innen und Sponsor:innen sorgen dafür, dass das Angebot kostenlos bleiben kann.</p>
<h4>Handschuh dolmetscht Gebärdensprache in Echtzeit</h4>
<p>Einen ähnlichen Ansatz verfolgten US-amerikanische Forscher:innen bei der Entwicklung eines Handschuhs, der Gebärdensprache über eine Smartphone-App in Echtzeit als gesprochene Sprache wiedergeben kann. Auf diese Weise möchten sie nicht nur die Kommunikation mit Menschen erleichtern, die keine Gebärdensprache beherrschen, sondern sie auch dazu anregen, diese zu erlernen.<br />
Der Handschuh erfasst mithilfe von Sensoren Handbewegungen, die in elektrische Impulse übersetzt und drahtlos an ein Empfangsgerät gesendet werden. Dieses leitet die Signale weiter an die Smartphone-App. Sowohl die Sensoren als auch das verwendete Polymer sind langlebig und verhältnismäßig günstig.</p>
<p>Die Forscher:innen möchten ein Patent zu dieser Lösung anmelden und es damit zur Marktreife bringen. Doch auch dann bleibt das Gadget vorerst nur für die Sprachrichtung Amerikanische Gebärdensprache nach Englisch verfügbar. Daher ist bis auf Weiteres in Deutschland ein solcher Handschuh leider noch Zukunftsmusik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/app-be-my-eyes-sehbehinderung-blindheit-90878">https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/app-be-my-eyes-sehbehinderung-blindheit-90878</a><br />
<a href="https://newsroom.ucla.edu/releases/glove-translates-sign-language-to-speech">https://newsroom.ucla.edu/releases/glove-translates-sign-language-to-speech</a><br />
<a href="https://www.dbsv.org/zahlen-fakten.html#schwerbehindertenstatistik">https://www.dbsv.org/zahlen-fakten.html#schwerbehindertenstatistik</a><br />
<a href="https://www.dbsv.org/umfrage-alltag.html">https://www.dbsv.org/umfrage-alltag.html</a><br />
<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Behinderte-Menschen/Publikationen/Downloads-Behinderte-Menschen/sozial-schwerbehinderte-kb-5227101199004.pdf?__blob=publicationFile">https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Behinderte-Menschen/Publikationen/Downloads-Behinderte-Menschen/sozial-schwerbehinderte-kb-5227101199004.pdf?__blob=publicationFile</a></p>
<p>Bildquelle: © Harry Cunningham, Unsplash</p>
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		<title>Digitalisierung: So geht&#8217;s einfacher</title>
		<link>https://tageswow.de/vermischtes/digitalisierung-so-gehts-einfacher/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 19:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Beamer]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tablets]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Digitalisierung an deutschen Schulen hakt es nicht erst seit der Coronakrise. Lockdown und Homeschooling haben die Entwicklung zwar beschleunigt, aber digitale Lehre ist noch kein Standard. Über ein Jahr nach Beginn der Pandemie stellten Forscher:innen der Universität Göttingen im Rahmen der Digitalisierungsstudie 2021 fest, dass es an der Hälfte der deutschen Schulen kein&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/vermischtes/digitalisierung-so-gehts-einfacher/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Digitalisierung: So geht&#8217;s einfacher</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bei der Digitalisierung an deutschen Schulen hakt es nicht erst seit der Coronakrise. Lockdown und Homeschooling haben die Entwicklung zwar beschleunigt, aber digitale Lehre ist noch kein Standard.</em></p>
<p>Über ein Jahr nach Beginn der Pandemie stellten Forscher:innen der Universität Göttingen im Rahmen der Digitalisierungsstudie 2021 fest, dass es an der Hälfte der deutschen Schulen kein WLAN für Schüler:innen gibt. Ebenfalls nur etwa 50 % der deutschen Schulen verfügen über eine digitale Infrastruktur, die sinnvoll für die Lehre eingesetzt werden kann.</p>
<h4>Viele Geräte, viel Chaos</h4>
<p>Auch Stand jetzt stellt nur knapp ein Fünftel der deutschen Schulen digitale Endgeräte für Lehrkräfte zur Verfügung. Da überrascht es nicht, dass 95 % aller Lehrer:innen ihre privaten elektronischen Endgeräte für den Unterricht verwenden. Bereits 2018 war die Quote an den europäischen Vergleichsschulen der ICILS-Studie doppelt so hoch, an den internationalen sogar noch höher.</p>
<p>Mittlerweile gehört der Einsatz digitaler Medien auch in Deutschland zum täglichen Unterrichtsgeschehen. Lehrer:innen teilen Unterrichtsmaterialien über Schulnetzwerke oder Clouds, geben online Feedback zu Hausaufgaben oder dokumentieren Noten. Verwaltung und Kommunikation laufen mehrheitlich über E-Mails, Chats und Videokonferenzen. Wie das bei der mangelnden Ausstattung der Schulen gehen kann? Nicht nur Lehrer:innen greifen zum Großteil auf ihre privaten Geräte zurück, sondern auch Schüler:innen.</p>
<h4>Digitale Inventarverwaltung entlastet Lehrkräfte</h4>
<p>Gleichzeitig wurde der Digitalpakt Schule aufgrund der Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Schulen um 1,5 Milliarden Euro erweitert. Immer mehr digitale Medien wie Laptops, Tablets, Beamer und Whiteboards werden an die Schulen geliefert. Insbesondere kleine Endgeräte werden jedoch oft nicht nur in der Schule, sondern von Lehrenden und Lernenden auch zuhause verwendet. Die Folge? Unzählige verschiedene &#8222;Werkzeuge&#8220;, Nutzer:innen und Informationen, die irgendwo zusammenlaufen müssen und bisher in Excel-Tabellen und Papierordnern erfasst werden.</p>
<p>Ein Schweizer Startup hat nun eine Software entwickelt, die kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei helfen soll, den Überblick über ihr Inventar zu behalten. Es hat sich herausgestellt, dass das Konzept auch sehr gut für den Einsatz in Schulen geeignet ist. Denn: Kennzeichnung und Erfassung des gesamten Inventars erfolgen über QR-Codes. Die App registriert darüber hinaus den Standort eines Geräts oder Möbelstücks und ermöglicht es Schüler:innen sowie Lehrer:innen, Defekte, Abwesenheiten und andere Informationen einzutragen.</p>
<h4>Effizient und DSGVO-konform</h4>
<p>Während alle Daten DSGVO-konform in einer Cloud gespeichert werden, läuft die zentrale Verwaltung über einen Desktop-Computer am Ort. Die Software wertet alle Informationen automatisch aus und macht sie der Schulleitung übersichtlich zugänglich. Funktionen wie Terminplanung für den Unterricht oder Wartungsmanagement für Geräte sind ebenfalls integriert.</p>
<p>Damit können viel Zeit und personelle Ressourcen eingespart werden, die an anderer Stelle sinnvoll sind: zum Beispiel für die Weiterbildung des Lehrpersonals in der digitalen Lehre und eine intensivere Betreuung von Schüler:innen, damit deutsche Schulen im internationalen Vergleich nicht länger das Schlusslicht bilden.</p>
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<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://www.inar.de/schweizer-startup-digitalisiert-die-schulen-deutschlands/">https://www.inar.de/schweizer-startup-digitalisiert-die-schulen-deutschlands/</a><br />
<a href="https://www.gew.de/fileadmin/media/sonstige_downloads/hv/Service/Presse/2021/Digitalisierung-im-Schulsystem---Studie.pdf">https://www.gew.de/fileadmin/media/sonstige_downloads/hv/Service/Presse/2021/Digitalisierung-im-Schulsystem&#8212;Studie.pdf</a><br />
<a href="https://timly.com/inventarisierungssoftware/">https://timly.com/inventarisierungssoftware/</a><br />
<a href="https://www.tagesschau.de/inland/schulen-digitalisierung-studie-101.html">https://www.tagesschau.de/inland/schulen-digitalisierung-studie-101.html</a><br />
<a href="https://www.digitalpaktschule.de/de/was-ist-der-digitalpakt-schule-1701.html">https://www.digitalpaktschule.de/de/was-ist-der-digitalpakt-schule-1701.html</a></p>
<p>Bildquelle: © Compare Fibre, Unsplash</p>
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