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	<title>Recycling Archive - tageswow.de</title>
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	<title>Recycling Archive - tageswow.de</title>
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		<title>Olio Folio extra vergine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2022 15:55:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist der Traum: Aus alt mach neu, schmeiß&#8216; nix weg, kannste vielleicht noch gebrauchen. So ist es: Ein Unternehmen sieht Plastikmüll nicht nur als die Belastung, die er ist, sondern auch als Ressource. Und das geht so: Die „Biofabrik“ aus Dresden extrahiert während des Recyclingprozesses von Plastik und Kunststoff den Grundstoff Öl. So können&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/olio-folio-extra-vergine/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Olio Folio extra vergine</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das ist der Traum: Aus alt mach neu, schmeiß&#8216; nix weg, kannste vielleicht noch gebrauchen. So ist es: Ein Unternehmen sieht Plastikmüll nicht nur als die Belastung, die er ist, sondern auch als Ressource.</em></p>
<p>Und das geht so: Die „Biofabrik“ aus Dresden extrahiert während des Recyclingprozesses von Plastik und Kunststoff den Grundstoff Öl. So können täglich bis zu 2.400 Kilogramm Polyolefine aufge- und wiederverarbeitet werden.<br />
Das Tolle daran: Die Maschine, die das kann, ist als Container überall einsetzbar.</p>
<p>Die dem Recyclingprozess zuzuführenden Kunststoffflocken werden zunächst unter Ausschluss von Sauerstoff bei ständiger Bewegung erhitzt. Bei ca. 500° Celsius spalten sich die Kohlenwasserstoffketten in flüssige und gasförmige Bestandteile auf, wobei letztere per Kondensation flüssigen Zustand erreichen. So können rund 85 Prozent der eingesetzten Kunststoffe als Altöl zurückgewonnen und dem Produktionsprozess von Recyclingplastik wieder zugeführt werden. Was an Gas übrigbleibt, dient der Stromerzeugung.</p>
<h4>Und der Rest?</h4>
<p>Die kaum vorhandenen Reststoffe (ca. drei Prozent), beispielsweise Metalle, können aussortiert und so wiederverwendet werden, während verbleibende Restasche zur Bitumenherstellung taugt.</p>
<p>Aus problembehaftetem und Probleme generierendem Abfall wird durch diese Technologie ein wertvoller Rohstoff, der die Kreislaufwirtschaft bedient. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass innerhalb der letzten zwanzig Jahre mehr Plastik produziert wurde als im gesamten Jahrhundert davor.</p>
<p>Möchten wir nicht, dass spätestens im Jahr 2050 mehr Plastik in den Weltmeeren schwimmt als Meerestiere (pro Jahr schaffen wir etwa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane), dürfen wir Alternativen zu dem Stoff, ohne den Komfort und Zivilisation in der westlichen Welt nicht mehr möglich scheinen, finden und entwickeln. Die oben beschriebene kann eine davon sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:<br />
<a href="https://biofabrik.com/de/wastx-plastic/">biofabrik.com/de/wastx-plastic/</a> (22.09.2022)</p>
<p>Bildquelle: © Filmbetrachter, Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/umwelt/olio-folio-extra-vergine/">Olio Folio extra vergine</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Edel-Steine aus Dandora</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2022 16:34:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Steine, die die Welt bedeuten, sind vielfarbig – zumindest für Nzambi Matee. Denn sie fertigt seit 2017 Pflastersteine, die fünfmal härter sind als solche aus Beton. Der Trick: recycleter Plastikmüll. Nairobi hat ein Müllproblem. Nichts Ungewöhnliches für eine Hauptstadt. Allerdings wird hier nur etwa die Hälfte des Mülls behördlich eingesammelt und davon wiederum lediglich&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/wissenschaft/edel-steine-aus-dandora-plastikmuell/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Edel-Steine aus Dandora</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Steine, die die Welt bedeuten, sind vielfarbig – zumindest für Nzambi Matee. Denn sie fertigt seit 2017 Pflastersteine, die fünfmal härter sind als solche aus Beton. Der Trick: recycleter Plastikmüll.</em></p>
<p>Nairobi hat ein Müllproblem. Nichts Ungewöhnliches für eine Hauptstadt. Allerdings wird hier nur etwa die Hälfte des Mülls behördlich eingesammelt und davon wiederum lediglich ein Bruchteil wiederverwertet.<br />
Weil Kenya mit den Unmengen an Müll überfordert ist – die USA und andere Länder exportieren einen Großteil ihres Abfalls nach Afrika –, formieren sich Gruppierungen junger Menschen, die das Problem selbst in die Hand nehmen.</p>
<h4>Von der Arbeitnehmerin zur Social Entrepreneurin</h4>
<p>Nzambi Matee ist einer dieser junger Menschen. Die 30-Jährige hat sich 2016 aus einem sicheren Arbeitsverhältnis verabschiedet und ist in die Selbstständigkeit gestartet. Sie möchte ihre Fähig- und Fertigkeiten anstatt für die Ölindustrie lieber dafür einsetzen, einen Unterschied im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu machen.</p>
<p>Die studierte Maschinenbauingenieurin probierte lange mit Materialien und Werkzeugen herum, um die perfekte Fabrikationsweise für die Herstellung von Baustoffen zu finden. Es is<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2983 alignright" src="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-300x300.jpg" alt="Auch dieser Sitzungshammer, erstellt für den UN-Umweltausschuss, besteht aus PLastikmüll" width="300" height="300" srcset="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-300x300.jpg 300w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-150x150.jpg 150w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2-768x768.jpg 768w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/05/Hammer_2.jpg 854w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />t ihr gelungen: 2017 gründete sie ihr Unternehmen <a href="https://www.gjenge.co.ke/">Gjenge Makers Ltd.</a>, das unter Anderem recyclete Pflastersteine herstellt – bis zu 6.000 Stück pro Woche.</p>
<h4>Aktivismus zahlt sich aus</h4>
<p>Ein weiterer Meilenstein ihrer Kreativität im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist der Hammer, mit dem im März 2022 während der <a href="https://www.unep.org/environmentassembly/unea5">5. UN-Umweltversammlung</a> in Nairobi der Plastic Pact besiegelt wurde (siehe Photo).</p>
<p>Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 1.000 Tonnen Plastikmüll verarbeitet sowie über hundert Einkommensmöglichkeiten für Müllsammler:innen, Frauen und junge Menschen geschaffen. Gemeinsam sind sie aktiv, um für das scheinbar unlösbare Plastikmüllproblem Kenyas Lösungen zu generieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://www.welt.de/politik/ausland/plus238490765/Nachhaltigkeit-Wie-Afrikas-Tueftler-das-Plastikmuell-Problem-loesen.html">https://www.welt.de/politik/ausland/plus238490765/Nachhaltigkeit-Wie-Afrikas-Tueftler-das-Plastikmuell-Problem-loesen.html</a> (15.05.2022)<br />
<a href="https://edwardasare.com/nzambi-matee-the-kenyan-woman-building-an-empire-from-trash/">https://edwardasare.com/nzambi-matee-the-kenyan-woman-building-an-empire-from-trash/</a> (11.04.2021)<br />
<a href="https://worldarchitecture.org/article-links/egmeg/kenyan-startup-founder-nzambi-matee-recycles-plastic-to-make-bricks-that-are-stronger-than-concrete.html">https://worldarchitecture.org/article-links/egmeg/kenyan-startup-founder-nzambi-matee-recycles-plastic-to-make-bricks-that-are-stronger-than-concrete.html</a> (12.02.2021)<br />
<a href="https://www.thisiscolossal.com/2021/02/nzambi-matee-plastic-bricks/">https://www.thisiscolossal.com/2021/02/nzambi-matee-plastic-bricks/</a> (09.02.2021)<br />
<a href="https://www.reuters.com/article/us-kenya-environment-recycling-idUSKBN2A211N">https://www.reuters.com/article/us-kenya-environment-recycling-idUSKBN2A211N</a> (02.02.2021)<br />
<a href="https://www.unep.org/youngchampions/news/story/building-blocks-greener-nairobi">https://www.unep.org/youngchampions/news/story/building-blocks-greener-nairobi</a> (15.12.2020)<br />
<a href="https://watson.is/scholar/nzambi-matee/">https://watson.is/scholar/nzambi-matee/</a></p>
<p>Bildquelle: © Gjenge Makers Ltd.</p>
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		<title>Skateboarding is not a crime</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 12:09:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sommer kommt. Ganz bestimmt. Und mit ihm die unbändige Lust, draußen zu sein, sich zu bewegen, den kühlenden Wind auf der Haut zu spüren. Eine so unkomplizierte wie fast überall auszuübende Möglichkeit, das zu erleben, ist das Skateboarding. In den 50er Jahren erfunden, weil wahlweise das Geld für ein Surfbrett oder der passende Surfspot&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/sport/skateboarding-is-not-a-crime/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Skateboarding is not a crime</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Sommer kommt. Ganz bestimmt. Und mit ihm die unbändige Lust, draußen zu sein, sich zu bewegen, den kühlenden Wind auf der Haut zu spüren. Eine so unkomplizierte wie fast überall auszuübende Möglichkeit, das zu erleben, ist das Skateboarding.</em></p>
<p>In den 50er Jahren erfunden, weil wahlweise das Geld für ein Surfbrett oder der passende Surfspot fehlte, das gleiche fließende, schwebende und freie Gefühl zu genießen aber gewünscht war, traten <a href="https://www.sonypictures.com/movies/dogtownandzboys">seit den Siebzigern</a> die Rollbretter von Kalifornien aus einen magnetischen Streifzug quer über den Globus an.<br />
Seit 1989 gibt es eine Weltmeisterschaft, bei der alters- und geschlechtsunabhängig die:der subjektiv beste Rollbrett-Bediener:in ausgewählt und gekürt wird. Seit 2020 ist das Skateboarding eine olympische Sportart. Nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie viel Durchhaltevermögen, Geduld und Wiederaufsteh-Mentalität benötigt sind, um Tricks zu lernen, zu kreieren und zu stehen.</p>
<h4>Selbstbestimmung und -wirksamkeit</h4>
<p>Um den Sport ist längst eine Industrie gewachsen. Bekleidung, Magazine, Videos, Markenartikel und nicht zuletzt die Bretter selbst dienen dazu, ein Statement zu setzen. Nichtsdestoweniger bewahrt sich, wer einmal auf dem Brett stand und nicht mehr runter wollte, einen gewissen trotzigen, manchmal gar widerborstigen Hang zur Freiheit, zur Uneinnehmbarkeit durch Gruppen, Organisationen und Trends. Der Film „<a href="https://www.imdb.com/title/tt2113090/?ref_=vp_back">This ain&#8217;t California</a>“ zeigt dies auf charmante Weise.</p>
<p>Dieses Bestreben nach Unabhängigkeit verbindet generationen- und länderübergreifend die damaligen Skater:innen der ehemaligen DDR mit den heutigen Bewohner:innen der Favela Rocinha nahe Rio de Janeiro.<br />
Hier spielt der Mangel an monetären und materiellen Ressourcen zwar auch eine Rolle bei der Initiative zur Entwicklung eigener Sportgeräte. Hauptsächlich geht es jedoch darum, den Lebensraum von Müll zu befreien und Armut zu bekämpfen.</p>
<h4>Von der Flasche zum Brett – im Pizzaofen</h4>
<p>Die farbenfrohen Boards bestehen nämlich nicht wie sonst üblich aus Holz, Leim und Griptape, sondern aus Kunststoffverschlüssen für Flaschen. Diese gibt es, wie überall, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, in Brasiliens größter Favela zuhauf. Und so kam ein junger Mann auf die Idee, diese zu sammeln, zu zerkleinern, in eine Form zu füllen und in einem Pizzaofen einzuschmelzen. Auf diese Weise entsteht innert zweier Stunden ein vollständig aus recycletem Material hergestelltes Skateboard.</p>
<p>Das Unterfangen dient nicht nur dem Umwelt- und Ressourcenschutz. Es ermöglicht auch Menschen, die nichts besitzen, <a href="https://tageswow.de/vermischtes/duengen-statt-dealen/">regelmäßig nahrhafte Mahlzeiten</a> zu sich zu nehmen – diese erhalten sie im Tausch gegen die Plastikverschlüsse. Gespendet werden die Mahlzeiten von der Nichtregierungsorganisation „Familia Na Mesa“.</p>
<h4>Raus aus dem Müll, rein in die Zukunft</h4>
<p>Der kanadischstämmige Initiator von „Na Laje Designs“, Arian Rayegani, hat ehrgeizige Ziele. Er möchte die junge Generation einbeziehen, Kinder, die die Zukunft gestalten. Ihnen möchte er nahebringen, wie wichtig es ist, Müll nicht wegzuwerfen, sondern zu sammeln. Somit können sie spürbar etwas für ihre direkte Umwelt tun und lernen, aus Altem Neues zu gestalten.<br />
Die Erkenntnis, dass Müll nicht nur Abfall ist, sondern aus Roh- und Wertstoffen besteht, ist Rayegani wichtig zu vermitteln. So plant er weitere Projekte, die sich der Wiederaufbereitung auch von Papier, Metall, Glas und weiteren verwertbaren Abfallstoffen widmen sollen.</p>
<p>Kreislaufwirtschaft funktioniert überall. Und sie kann das Modell der Gegenwart und Zukunft sein – wenn alle involviert sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://cnalifestyle.channelnewsasia.com/living/brazil-favela-skateboards-made-bottle-caps-recycling-286121">cnalifestyle.channelnewsasia.com/living/brazil-favela-skateboards-made-bottle-caps-recycling-286121</a> (26.10.2021)<br />
<a href="https://indianexpress.com/article/lifestyle/life-style/in-brazil-favela-skateboards-made-of-bottle-caps-promote-recycling-7591332/">indianexpress.com/article/lifestyle/life-style/in-brazil-favela-skateboards-made-of-bottle-caps-promote-recycling-7591332/</a> (26.10.2021)<br />
<a href="https://www.reuters.com/news/picture/in-brazil-favela-skateboards-made-of-bot-idUSKBN2HF25C">reuters.com/news/picture/in-brazil-favela-skateboards-made-of-bot-idUSKBN2HF25C</a> (25.10.2021)<br />
<a href="https://plastics-themag.com/Unique-skateboards-made-from-recovered-plastic-bottle-caps">plastics-themag.com/Unique-skateboards-made-from-recovered-plastic-bottle-caps</a> (21.05.2019)<br />
<a href="https://materialdistrict.com/article/wasteboards-skateboard-bottle-caps/">materialdistrict.com/article/wasteboards-skateboard-bottle-caps/</a> (02.05.2017)<br />
<a href="https://www.journal21.ch/artikel/skaten-und-arbeiten-der-ddr">journal21.ch/artikel/skaten-und-arbeiten-der-ddr</a> (17.10.2012)</p>
<p>Bildquelle: © Erin Patrice O&#8217;Brien, <a href="https://erinpatriceobrien.com">erinpatriceobrien.com</a></p>
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		<title>Rumflachsen für die Umwelt</title>
		<link>https://tageswow.de/umwelt/rumflachsen-fuer-die-umwelt-segeln-nachhaltig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 12:48:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Segeln ist sexy, Tretbootfahren uncool? Nicht unbedingt. Denn beide Arten, sich auf dem Wasser fortzubewegen, eint die Möglichkeit, dies sowohl umweltfreundlich als auch sportlich zu tun und dabei gut wegzukommen. Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit. Umwelt-, Klima- und Artenschutz sind ebenfalls beliebte Buzzwords, um die kein lesender Mensch mehr herumkommt. Zu Recht. Doch was steht&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/rumflachsen-fuer-die-umwelt-segeln-nachhaltig/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Rumflachsen für die Umwelt</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Segeln ist sexy, Tretbootfahren uncool? Nicht unbedingt. Denn beide Arten, sich auf dem Wasser fortzubewegen, eint die Möglichkeit, dies sowohl umweltfreundlich als auch sportlich zu tun und dabei gut wegzukommen.</em></p>
<p>Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit. Umwelt-, Klima- und Artenschutz sind ebenfalls beliebte Buzzwords, um die kein lesender Mensch mehr herumkommt. Zu Recht.<br />
Doch was steht dahinter? Bringt es wirklich etwas, Tomaten unverpackt zu kaufen, diese jedoch mit dem Auto nach Hause zu transportieren? Hat die vegane Lebensweise Sinn, wenn nicht gleichzeitig biologisch-dynamischer Lebensmittelanbau unterstützt wird? Und möchten wir wirklich an Style einbüßen, was wir an Sustainability wettmachen?</p>
<p>Nichts muss, alles kann. In diesem Sinne ist der Nachhaltigkeitsgedanke auch im Wassersport angekommen, genauer gesagt in Bremen. Dort sah Bootsbaumeister Friedrich Deimann keinen Sinn darin, die Zeit in und mit der Natur zu genießen, wenn zugleich die Wahl der Sportgeräte und Fortbewegungsmittel gegen sämtliche Prinzipien des Natürlichen verstößt.<br />
So gründete er mit Gleichgesinnten ein Start-up, das seinesgleichen sucht. Es bietet Materialien für Bootsbedarf, Windkraft, Möbel und andere Belange basierend auf der Natur entstammenden Verbundwerkstoffen.</p>
<h4>80 Prozent natürliche und wiederverwendete Bestandteile</h4>
<p>Wo immer es geht, wird synthetisches Material durch biologisches oder aufbereitetes bereits genutztes ersetzt. Was den Bootsbau betrifft: Flachs- ersetzen Glasfasern, Epoxydharz besteht größtenteils aus Lein- statt Mineralöl und das Deck aus Kork. Rumpf sowie Innenstruktur sind aus Bestandteilen natürlichen und/oder recycleten Ursprungs zusammengesetzt; unter anderem werden alte PET-Flaschen verwendet.</p>
<p>Aber nicht nur die Auszeit auf dem Wasser profitiert von dieser Art der Aufwertung, auch die auf vier Rädern. Deimann und sein Team denken über die Waterkant und das Segeln hinaus. So statten sie mit ihren nachhaltigen Kompositmaterialien auch Wohnmobile und -wagen aus; selbst für den Bau von Windturbinen eignen diese sich.<br />
Dafür wurde sein junges Unternehmen bereits vielfach ausgezeichnet und kann sich rühmen, von der IMOCA (International Monohull Open Class Association) als Ausstatter für Regattayachten ausgewählt worden zu sein.</p>
<h4>„A race we must win“</h4>
<p>Auch Boris Herrmann, Berufssegler und erster deutscher Teilnehmer der „Vendée Globe“, ist begeistert vom neuen Ansatz aus dem Norden. Er unterstützt das Unternehmen und den Gedanken dahinter nach Kräften.<br />
Unter dem Motto &#8222;A race we must win&#8220; setzt er sich schon lange für Klimaerforschung und -schutz ein. So brachte er beispielsweise Klimaaktivistin Greta Thunberg 2019 mit einer Segelyacht zur UN-Klimakonferenz nach New York, damit sie nicht in den Flieger steigen musste.</p>
<p>Für Menschen aus dem Binnenland ist die Mission, Segeln und Co. nachhaltiger zu gestalten, vielleicht ein Tropfen auf den heißen Stein, für Andere eventuell eine echte Weiterentwicklung in die richtige Richtung.<br />
Für alle jedoch ist es von großem Nutzen, wenn <a href="https://tageswow.de/umwelt/mit-recycling-an-die-spitze/">Kreislaufwirtschaft</a> und nachhaltige Industrie Hand in Hand gehen, um Ressourcen zu schonen und Müllberge gar nicht erst anzuhäufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://green-boats.de/">green-boats.de/</a> (26.01.2022)<br />
<a href="https://www.borisherrmannracing.com/sustainability/">borisherrmannracing.com/sustainability/</a> (26.01.2022)<br />
<a href="https://www.facebook.com/greenboats.de/">facebook.com/greenboats.de/</a> (26.01.2022)<br />
<a href="https://www.instagram.com/p/CVnDZD9LTrE/">instagram.com/p/CVnDZD9LTrE/</a> (26.08.2021)</p>
<p>Bildquelle: © suju-foto, Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/umwelt/rumflachsen-fuer-die-umwelt-segeln-nachhaltig/">Rumflachsen für die Umwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Matratzen für Kühlschränke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carmen Schnitzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 20:13:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Metall, Schaumstoff, Baumwolle, Holz und vieles mehr: Ausgediente Matratzen sind wahre Rohstoff-Goldminen. Um des massenhaften Matratzenabfalls Herr zu werden, führt das Programm „Bye Bye Mattress“ der Nonprofit-Organisation Mattress Recycling Council nicht mehr genutzte Schlafunterlagen der Wiederverwertung zu. Kaufen und irgendwann ausrangieren – das tun die meisten von uns mit der Unterlage, die uns guten Schlaf&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/matratzen-fuer-kuehlschraenke/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Matratzen für Kühlschränke</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Metall, Schaumstoff, Baumwolle, Holz und vieles mehr: Ausgediente Matratzen sind wahre Rohstoff-Goldminen. Um des massenhaften Matratzenabfalls Herr zu werden, führt das Programm „Bye Bye Mattress“ der Nonprofit-Organisation Mattress Recycling Council nicht mehr genutzte Schlafunterlagen der Wiederverwertung zu.</em></p>
<p>Kaufen und irgendwann ausrangieren – das tun die meisten von uns mit der Unterlage, die uns guten Schlaf bescheren soll. Ist sie gut erhalten, lässt sie sich möglicherweise einer gemeinnütziger Organisation spenden. Ansonsten landen sie und unzählige andere im Sperrmüll oder beim Wertstoffhof.<br />
40 Prozent der jährlich ca. 30 Millionen in Europa entsorgten Matratzen landen üblicherweise in der Verbrennungsanlage, 60 Prozent auf Deponien.</p>
<p>Anders in Connecticut, USA: Hier hat die Nonprofit-Organisation Mattress Recycling Council (MRC) im Mai 2015 das Programm „Bye Bye Mattress“ ins Leben gerufen, das wenig später auch in Kalifornien (Dezember 2015) und Rhode Island (Mai 2016) startete. In diesen drei US-Bundesstaaten wurden kurz zuvor explizite Gesetze zum Matratzen-Recycling erlassen, die die Industrie anhalten, ein landesweites Programm zum Sammeln und Recyceln ausrangierter Matratzen und Boxspringbetten zu entwickeln und zu verwalten.</p>
<p>Mittlerweile werden durch das Programm jährlich gut 1,7 Millionen (von ca. 15 Millionen in den USA weggeworfenen) Matratzen wiederverwertet. Aus Baumwolle und anderen Stofffasern werden zum Beispiel Isolierstoffe und Ölfilter, Schaumstoffe werden gebündelt und gepresst zu Polstermaterial und Teppichen weiterverarbeitet. Aus dem eingeschmolzenen Metall der Sprungfedern entstehen unter anderem Baumaterialien oder auch Kühlschränke.</p>
<h4>Vorbild für Europa?</h4>
<p>Noch gibt es hierzulande kein solches Programm, die wertvollen Rohstoffe verrotten vor sich hin. Immerhin allerdings entsteht langsam ein Bewusstsein für die Problematik – und die Chance. So wird etwa an einem chemischen Recyclingverfahren getüftelt, das die alten Matten derart zerlegt, dass sie von der Qualität her für die Herstellung neuer Matratzen geeignet sind.<br />
Auch das europäische Forschungsprojekt Urbanrec hat zum Ziel, die Materialien der gebrauchten Liegepolster sinnvoll aufzuarbeiten, wiederzuverwerten und dadurch unter anderem die Energie einzusparen, die sonst zur Verbrennung der dem Abfall zugeführten Matratzen notwendig wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="http://mattressrecyclingcouncil.org/">mattressrecyclingcouncil.org/</a><br />
<a href="http://mattressrecyclingcouncil.org/october-2021-highlights/">mattressrecyclingcouncil.org/october-2021-highlights/</a><br />
<a href="http://instagram.com/p/CVnrqP6N1sN/">instagram.com/p/CVnrqP6N1sN/</a><br />
<a href="http://finanzen.net/nachricht/aktien/mattress-recycling-council-s-rhode-island-program-eclipses-500-000-recycled-mattresses-10636800">finanzen.net/nachricht/aktien/mattress-recycling-council-s-rhode-island-program-eclipses-500-000-recycled-mattresses-10636800</a><br />
<a href="http://nerc.org/conferences-and-workshops/spring-conference-sponsors/mattress-recycling-council">nerc.org/conferences-and-workshops/spring-conference-sponsors/mattress-recycling-council</a><br />
<a href="http://nerc.org/conferences-and-workshops/spring-conference-sponsors/mattress-recycling-council">bvse.de/recycling/recycling-nachrichten/4374-was-passiert-mit-30-millionen-matratzen-pro-jahr.html</a><br />
<a href="http://basf.com/global/de/media/news-releases/2020/06/p-20-226.html">basf.com/global/de/media/news-releases/2020/06/p-20-226.html</a><br />
<a href="http://hongi.com/blog/tipps-tricks/umweltschutz-alte-matratzen-entsorgen/">hongi.com/blog/tipps-tricks/umweltschutz-alte-matratzen-entsorgen/</a></p>
<p>Bildquelle: © blitzmaerker, Pixabay</p>
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		<title>Mit Recycling an die Spitze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Gober]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 12:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Abfallwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CO2-Minimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wertstoffgewinnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft. Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/umwelt/mit-recycling-an-die-spitze/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mit Recycling an die Spitze</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der weltweite Ressourcen- und Materialverbrauch steigt seit Jahrzehnten ebenso wie das Abfallaufkommen, Recycling jedoch ist für die Wirtschaft nach wie vor ein Randthema. Ein zentrales Konzept für die notwendige Transmission in eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft.</em></p>
<p>Nach EU-Gesetzgebung soll spätestens 2025 die Hälfte aller Kunststoffverpackungen dem Recycling zugeführt werden, 2030 sollen es sogar 55 Prozent sein. In einigen Teilen Europas wähnte man sich auf einem guten Weg, bis der Europäische Rechnungshof (ERH) im Oktober 2020 die Berechnung der Quoten kritisierte. Laut Einschätzung des ERH werden die Recyclingquoten durch die neue Berechnung folglich sinken.</p>
<p>Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich ihre Quoten bis zu jenem Zeitpunkt also schöner gerechnet, als sie es waren. Denn: Es werden nach wie vor mehr Kunststoffabfälle verbrannt als recycelt. Dieser Vorgang trägt nicht nur zur Umweltverschmutzung bei, er verhindert auch das Wiederbenutzen wertvoller Rohstoffe.<br />
Auch sind die Quotenziele lückenhaft. Für Plastikabfälle, die in der Landwirtschaft, auf dem Bau, bei der Autoproduktion oder bei der Fertigung von Elektro- und Elektronikgeräten anfallen, gibt es bislang überhaupt keine Richtwerte (obschon in diesen Sektoren eine große Rückgewinnungsquote möglich ist). Von den schätzungsweise 1,7 Millionen Tonnen Kunststoff, die beispielsweise im Jahr 2017 in der EU-Landwirtschaft verwendet wurden, wurde ein großer Teil mutmaßlich verbrannt oder auf den Feldern zurückgelassen. Es gibt keine Sammel-, geschweige denn Recyclingsysteme für Plastik in der Agrarindustrie.</p>
<h4>Mehr Recycling, bessere Quote</h4>
<p>Im EU-Vergleich steht Österreich mit 53 Prozent Recyclingquote zum jetzigen Zeitpunkt gut da: Nur Deutschland (67 Prozent) und Slowenien (59 Prozent) recyceln mehr Siedlungsabfälle. Siedlungsabfälle sind Abfälle aus privaten Haushalten oder hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbebetrieben. Auch Bioabfälle, Glas, Papier oder Sperrmüll gehören dazu.<br />
Nichtsdestwoerniger muss Österreich das Recycling von Kunststoffverpackungen in den kommenden fünf Jahren verdoppeln, um das neue Quotenziel zu erreichen.</p>
<p>Einiges hat Österreich bereits erreicht: Bis 2029 soll die Sammelquote für Kunststoff-Getränkeflaschen EU-weit 90 Prozent betragen. Drei österreichische Bundesländer erfüllen diese Vorgabe schon, zwei weitere stehen kurz davor. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei 70 Prozent.</p>
<p>Anfang August 2021 präsentierte die österreichische Wirtschaftskammer nun einen Zehn-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft. Damit sollen in Österreich sämtliche EU-Recyclingziele erreicht und die Rückgewinnung von Rohstoffen maximiert werden – ohne Haushalte und Unternehmen übermäßig zu belasten.</p>
<h4>Der Zehn-Punkte-Plan in Kürze</h4>
<p>Während derzeit jedes österreichische Bundesland unterschiedliche Maßstäbe für Recycling und Abfallsammlung ansetzt, sollen diese baldmöglichst vereinheitlicht werden. Statt die Bürger:innen Abfälle zu Sammelstellen bringen zu lassen, soll der Müll in Zukunft abgeholt werden. Das Stichwort lautet „convenience“, englisch für Bequemlichkeit.</p>
<p>Darüber hinaus erfassen Digitalisierungsmaßnahmen öffentliche Gebäude, Freizeitkonsum und Gewerbeabfälle. Mithilfe dieser Daten werden Sammelbehälter strategisch aufgestellt und Bürger:innen wie Betriebe entsprechend sensibilisiert. Langfristig sollen smarte Sammelbehälter durch Bonuspunkte die Rückgabe von Wertstoffen fördern.<br />
Verpackungen müssen künftig mit möglichst niedrigem Materialeinsatz so entworfen werden, dass sie für Recycling oder Aufwertung, also Upcycling geeignet sind. Neue und aufgerüstete ältere Sortieranlagen gewinnen zudem mehr Wertstoffe aus Rest- oder Gewerbemüll.</p>
<p>Mit groß angelegten Kampagnen zur Bewusstseinsförderung und verschärften Strafen will man das sogenannte Littering verhindern. Littering bezeichnet die Vermüllung von öffentlichem Raum und Natur, zum Beispiel mit Gratiszeitungen, Zigarettenstummeln oder auch Elektroschrott.</p>
<h4>Kritiker:innen bemängeln Kosten und Umsetzung</h4>
<p>Die österreichische Wirtschaftskammer sieht sich bereits als internationaler Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft. Der Zehn-Punkte-Plan sei ein effizientes, kostengünstiges Gesamtkonzept und beispielsweise günstiger als die Einführung eines Pfandsystems. Aber es hagelt auch Kritik, besonders von der Pfandgesellschaft ÖPG. Sie bemängelt, dass Umstellung vom momentanen Bring- auf ein Hol-System mit gelber Tonne die Betriebskosten verteuere. Zudem trügen Konsument:innen die unmittelbaren Kosten. Bau und Aufrüstung bestehender Sortieranlagen hingegen seien ein guter Ansatz, aber so schnell nicht umsetzbar, da in den letzten Jahren ein Mangel an Investitionen bestanden habe.</p>
<p>Weiterhin argumentiert die ÖPG wenig überraschend für die Einführung eines Pfandsystems. Dieses entlaste die ohnehin an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Sortieranlagen. Das gewichtigste Argument ist allerdings der Vorwurf, dass die Wirtschaftskammer viele ihrer Mitglieder nicht an der Diskussion beteiligt habe.</p>
<h4>Kreislaufwirtschaft ist real</h4>
<p>Trotz berechtigter Kritik ist Österreichs Zehn-Punkte-Plan ein vielversprechendes Modell. Für das Konzept wurden die verschiedenen Verwertungsmethoden der österreichischen Bundesländer verglichen und die vielversprechendsten Ansätze herausgearbeitet, inklusive Einführung eines Pfandsystems.<br />
Statt etwas grundsätzlich Neues zu ent- und Bestehendes zu verwerfen, setzt man also künftig auch auf die Optimierung bewährter Methoden. Für alle Fälle sieht das Maßnahmenpaket daher einen rechtlichen Rahmen für die Förderung von Forschung, Innovation und Investition vor.</p>
<p>Im EU-Vergleich dürfte der österreichische Zehn-Punkte-Plan derzeit die besten Chancen auf eine Realisierung der Kreislaufwirtschaft haben. Bleibt es nicht beim föderalistischen Klein-Klein, könnte das Modell echten Vorbildcharakter für andere EU-Länder haben – auch für Deutschland und Slowenien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:<br />
<a href="https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf">https://news.wko.at/news/oesterreich/WKO-10-Punkte-Plan.pdf</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der-wirtschaft-jahrhundertchance"><u>https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200802_OTS0012/ara-10-punkte-plan-der- wirtschaft-jahrhundertchance</u></a><br />
<a href="https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html">https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kritik-des-europaeischen-rechnungshofs-eu-verfehlt-recyclingquoten/26250178.html</a><br />
<a href="https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle">https://www.bmu.de/themen/wasser-ressourcen-abfall/kreislaufwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle</a><br />
<a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems">https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200806_OTS0102/oepg-pfandsystemgesellschaft-kritisiert-10-punkte-plan-der-wko-fuer-die-kreislaufwirtschaft-keine-loesung-des-problems</a><br />
<a href="https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html">https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/publikationen/kreislauf.html</a></p>
<p>Bildquelle: © Pawel Czerwinski, Unsplash</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/umwelt/mit-recycling-an-die-spitze/">Mit Recycling an die Spitze</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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