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		<title>Wir sind wieder da!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2024 12:17:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kürzlich so schön? »Ja, und das mag auch einer gewissen Medienlogik geschuldet sein.« Was er damit meint? Eine Einordnung auf tageswow.de. tageswow.de ist wieder da! Nachdem es ein Jahr lang den Dornröschenschlaf schlief – die Förderung war ausgelaufen und von einer Person allein waren die Ausgaben für die Redaktion nicht&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/wir-sind-wieder-da/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Wir sind wieder da!</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/wir-sind-wieder-da/">Wir sind wieder da!</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><em>Wie sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kürzlich so schön? »Ja, und das mag auch einer gewissen Medienlogik geschuldet sein.«</em><br />
<em>Was er damit meint? Eine Einordnung auf tageswow.de.</em><i><br />
</i></span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a> ist wieder da!<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nachdem es ein Jahr lang den Dornröschenschlaf schlief – die Förderung war ausgelaufen und von einer Person allein waren die Ausgaben für die Redaktion nicht zu leisten –, ist der Ruf nach ausgeglichener und ausgleichender Berichterstattung nicht mehr zu überhören. Berichterstattung, die das benennt, was zur News-Primetime unbenannt bleibt.</span></span></p>
<h2><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Worum geht es?</b></span></span></h2>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Um die andere Seite der Medaille. Um Konstruktives, Lösungsorientiertes und Ermutigendes.<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Denn, ja: Die Lage ist schlecht. Dass es nach all den menscheninduzierten Konflikten, die die Welt während der letzten Jahrtausende erlebt hat, sich so verhält wie derzeit, ist nicht nur beschämend. Es ist auch nicht hinzunehmen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a> ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, journalistisches Gleichgewicht zu bieten zum Kanon der ewiggleichen Nachrichten: Katastrophen, Anschläge und Ressourcenschwund allüberall auf den Antennenspitzen.<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Trotzdem diese Nachrichten Fakten behandeln, verstören, lähmen und beeinflussen sie in eine Richtung, die wir nicht gebrauchen können. Wir wollen anders auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren als damit, den Kopf in den Sand zu stecken.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Es geht nicht darum, zu ignorieren, die Augen zu verschließen vor dem, was ist. Deshalb gibt es <a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a>: Es ist eben nicht nur so, wie es, extrem verkürzt, dargestellt wird. Allüberall auf der Erde existieren Menschen und Organisationen, die daran arbeiten, Lösungen zu finden. Lösungen für die Folgen von Katastrophen, Anschlägen und Ressourcenschwund.<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Um die geht es hier.</span></span></p>
<h2><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>»Und abends in den Nachrichten kommen die vor, die Olaf Scholz beschimpfen«</b></span></span></h2>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Was hat es also mit dem Bundespräsident auf sich? Wie kann es sein, dass der erste Artikel nach einer langen Pause mit ihm beginnt?<br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Er hat recht.<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nicht nur das: Er bestätigt mit seiner Äußerung Grund und Ursache für die Existenz von <a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a>.<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In einem am 12. Januar 2024 veröffentlichten Interview nennt er die eingangs erwähnte „Medienlogik“ als einen der Gründe für Einseitigkeit, Mangel und Irreführung derzeitiger Berichterstattung:</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>»</i>In Sachsen-Anhalt haben Hunderte Freiwillige geholfen, die Dämme zu stabilisieren. Als der Kanzler kam, haben ihn eine Handvoll Radikale beschimpft. Und abends in den Nachrichten kommen die vor, die Olaf Scholz beschimpfen, und nicht die Freiwilligen, die Kraft und Zeit investieren, um die Menschen vor den Fluten zu schützen.«</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das fasst zusammen, worum es <a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a> geht. Und weshalb es dringend einen Paradigmenwechsel sowohl im Journalismus als auch in den Redaktionskonferenzen dieses Landes braucht. Wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der wir es uns leisten können, binnen 15 Minuten eine Zusammenfassung des Weltgeschehens zu liefern, die Lösungen ausklammert.<br />
Seit Jahren ist ersichtlich, wohin das führt. Nun ist es unübersehbar.<br />
</span></span></p>
<h2><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Aufmerksamkeitsökonomie statt Medienkompetenz</b></span></span></h2>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mobilfunk und Internet sind so gut wie zeitgleich über eine auf beides unvorbereitete Menschheit gekommen.<br />
Medienkompetenz? Das bedeutete Mitte der 90er, die tägliche Fernsehzeit des Nachwuchses auf 30 Minuten am Tag zu begrenzen. Und nur nach den Hausaufgaben!<br />
Seitdem sind wir jederzeit und überall erreichbar, die Welt liegt in unserer Handfläche.</span></span></p>
<p>Das ist zu viel des Guten – und anscheinend zu viel der Verantwortung. Denn Kriege, Aufstände und Attentate sind ohne soziale Medien nicht mehr zu denken (geschweige denn zu planen). Berichterstattung ist das goldene Kalb, die Auswertung und passive Teilnahme per Hinz und Kunz Alltag.<br />
<span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">So verzetteln wir uns im Klein-Klein und übersehen dabei, dass wir uns den Ast, auf dem sitzen, absägen lassen (aus klimapolitischer Sicht: wegroden lassen).<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wollen wir das?</span></span></p>
<h2><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Pessimismus ist Zeitverschwendung</b></span></span></h2>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Die ersten Proteste in größeren Städten zeigen, dass die oft zu Wahlkampfzwecken zitierte „Mitte“ Deutschlands eben nicht braun ist. Auch nicht gelb, grün, blau, schwarz oder rot. Sie ist vielfarbig, divers, fordernd und mitunter auch anstrengend. </span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">So, wie Menschen eben sind.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nun ist es an der Zeit, auch Dörfer und Gemeinden, Kleinstädte und Kommunen dazu zu ermutigen, sich in ihrer Vielfalt zu zeigen. Um Nationalismus, Rechtsradikalismus und Xenophobie den Spiegel vorzuhalten und zu zeigen: Euer Dogma ist unsere Stärke.<br />
Wo ihr ruft: „Ausländer raus!“, antworten wir vielsprachig. Wo ihr „ethnisch säubern“ wollt, zeigen wir uns in unserer Diversität. Wo ihr Simplizität verlangt, akzeptieren wir uns in unserer Komplexität.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Steinmeiner schließt sein Interview frei nach Schimon Peres: »Pessimismus ist einfach Zeitverschwendung. Pessimismus lähmt da, wo wir eigentlich Haltung, Mut und aktives Handeln brauchen.«</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nehmen wir das als Appell, Motivation und Berechtigung, auf- und für das Land, das Sicherheit, Wohlstand und soziale Absicherung gewährt, einzustehen. Fern jeglicher Ideologie, Machtphantasien und Umsturzpläne.<br />
</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Quellen und weiterführende Links:<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/bundespraesident-sz-interview-frank-walter-steinmeier-olaf-scholz-afd-afd-verbot-demokratie-e727218/">https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/bundespraesident-sz-interview-frank-walter-steinmeier-olaf-scholz-afd-afd-verbot-demokratie-e727218/</a> (16.01.2024)<br />
<a href="https://www.tagesschau.de/inland/proteste-gegen-rechts-100.html">https://www.tagesschau.de/inland/proteste-gegen-rechts-100.html</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/zehntausende-bei-bundesweiten-demos-am-wochenende-gegen-die-afd-a-1f734752-655a-4871-94bc-c4fb32000d99">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/zehntausende-bei-bundesweiten-demos-am-wochenende-gegen-die-afd-a-1f734752-655a-4871-94bc-c4fb32000d99</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.swp.de/politik/demos-gegen-afd-zehntausende-bei-grossdemos-gegen-rechts-_-auch-scholz-und-baerbock-72779329.html">https://www.swp.de/politik/demos-gegen-afd-zehntausende-bei-grossdemos-gegen-rechts-_-auch-scholz-und-baerbock-72779329.html</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://taz.de/Demonstrationen-gegen-rechts/!5982768/">https://taz.de/Demonstrationen-gegen-rechts/!5982768/</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.stern.de/politik/deutschland/gegen-afd-und-co---zehntausende-demonstrieren-gegen-rechts-34364836.html">https://www.stern.de/politik/deutschland/gegen-afd-und-co&#8212;zehntausende-demonstrieren-gegen-rechts-34364836.html</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/tausende-menschen-demonstrieren-bundesweit-gegen-die-afd-19450819.html">https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/tausende-menschen-demonstrieren-bundesweit-gegen-die-afd-19450819.html</a> (16.01.2024)<br />
</span></span><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a href="https://www.deutschlandfunk.de/demonstrationen-gegen-rechts-in-deutschen-staedten-100.html">https://www.deutschlandfunk.de/demonstrationen-gegen-rechts-in-deutschen-staedten-100.html</a> (16.01.204)</span></span></p>
<p><span style="font-family: Open Sans, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Bildquelle: © Leonie Adam für <a href="http://tageswow.de">tageswow.de</a></span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/wir-sind-wieder-da/">Wir sind wieder da!</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>An der Grenze: eine Hilfsaktion</title>
		<link>https://tageswow.de/unkategorisiert/an-der-grenze-bericht-ueber-eine-hilfsaktion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 14:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen allerorts sind geschockt, seit am 24. Februar der russische Präsident den kriegerischen Überfall des Nachbarlandes befohlen hat. Die Kämpfe dauern an, die Ohnmacht ob der Unmenschlichkeit dieses Angriffes nimmt zu. Hier lassen wir diejenigen zu Wort kommen, die sich zusammengefunden haben, um zu helfen. Der folgende Bericht stammt von der Kölnerin Kristina Koch, die&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/an-der-grenze-bericht-ueber-eine-hilfsaktion/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">An der Grenze: eine Hilfsaktion</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/an-der-grenze-bericht-ueber-eine-hilfsaktion/">An der Grenze: eine Hilfsaktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Menschen allerorts sind geschockt, seit am 24. Februar der russische Präsident den kriegerischen Überfall des Nachbarlandes befohlen hat. Die Kämpfe dauern an, die Ohnmacht ob der Unmenschlichkeit dieses Angriffes nimmt zu. </em><br />
<em>Hier lassen wir diejenigen zu Wort kommen, die sich zusammengefunden haben, um zu <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/erweiterte-linkliste/">helfen</a>.</em></p>
<p>Der folgende Bericht stammt von der Kölnerin Kristina Koch, die am 28. Februar in Begleitung eines Freundes mit einem Transporter losgefahren ist, um im Grenzgebiet Unterstützung zu leisten. Diese Fahrt und weitere wurden und werden unterstützt von der <a href="http://www.kulturkirche-koeln.de/">Kulturkirche Köln</a> und <a href="https://www.willkommen-in-nippes.de/">Willkommen in Nippes e. V.</a></p>
<blockquote><p>An der Grenze Slowakei-Ukraine im März.<br />
Etwa hundert Kilometer vor der Grenze zur Ukraine kommen uns die ersten vollen Busse und Pkw mit ukrainischen Passagier:innen entgegen. Dazwischen Militärautos.<br />
Am Grenzübergang Vyšné Nemecké warten Viele, die Verwandte, Freund:innen oder Fremde abholen wollen. Das kann dauern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Denis aus Donezk berichtet, dass er mit seiner Familie zweieinhalb Tage im Auto auf der anderen Seite der Grenze wartete, bis er beschloss zu parken, den Autoschlüssel wegzuwerfen und zu Fuß weiterzugehen. Wahrscheinlich die leichteste der tausend Entscheidungen, die er treffen musste. Dann weitere fünfzehn Stunden Wartezeit bei Minusgraden. Am slowakischen Grenzübergang finden die Menschen einen Platz mit Zelt zum Ausruhen, Stände mit Kaffee und Suppe, Kleidung und Kindersitzen, Sim-Karten, medizinische Notversorgung. <a href="https://mission-lifeline.de/">Mission Lifeline</a> und die <a href="https://www.malteser.de/">Malteser</a> sind da. Und zahlreiche Soldat:innen und Grenzpolizist:innen. Trotzdem herrscht eine Stille, die sich aus Schock und Traurigkeit speist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2901 alignright" src="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_4-225x300.jpg" alt="Bärtiger Mann hält Pappschild mit Fahrangebot in polnische und deutsche Städte" width="225" height="300" srcset="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_4-225x300.jpg 225w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_4-768x1024.jpg 768w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_4-1152x1536.jpg 1152w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_4.jpg 1170w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Autos überqueren die Grenze sowie Fußgänger:innen mit Rucksäcken und Rollkoffern. Ein altes Ehepaar stolpert weinend einem Helfer hinterher, ihre Taschentücher fallen auf den Boden. Der Helfer drückt sie in einen Bus, wo sie fassungslos aus dem Fenster starren. Eine Frau hockt auf der Straße, ihr kleiner Sohn drückt eine Katze an sich. Wir basteln eine Box für das Tier und legen Katzenfutter dazu.<br />
Mein Begleiter, 2015 aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet, weiß, wie es den Menschen geht, die gerade aus dem Krieg kommen. Er erwähnt die übermüdeten, schockgeweiteten Augen.<br />
Ein Mann aus Polen hält ein Schild hoch, auf dem er Fahrten nach Prag, Dresden und Warschau anbietet. 8.000 Kilometer sei er seit Kriegsbeginn gefahren, immer hin und her. Er erhält von uns eine Kiste mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln für die Passagier:innen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Denis’ Familie wurde mit vierzig Anderen in einer Schule untergebracht, 30 km entfernt von der Grenze. Dort ruhen sie sich nun aus. Wir halten Kontakt mit der Familie und wollen sie in ein paar Tagen nach Berlin bringen. Sie kennen dort niemanden. Denis ist IT-Entwickler und hofft auf einen Job. Unsere Freundin in Berlin schraubt derweil an einer Unterkunft für die Fünf.<br />
Unseren Transporter mit den in Deutschland gesammelten Spenden fahren wir in ein grenznahes Wohngebiet. Dort haben zwei freiwillige Helferinnen aus Deutschland und Estland eine Art Lager errichtet. Der Rasen ist plattgefahren von den Transportern, die seit Tagen durch den Garten rollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fünf Cent zu viel</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir laden unsere Sachen in einen Lkw. Die Fahrer:innen sind Freiwillige aus der Slowakei, die die Güter täglich zu einem ukrainischen Krankenhaus bringen. Dort wird alles gebraucht. Bald ist auch nichts mehr zu essen da.<br />
Im Städtchen Michalovce kaufen wir ein, um den Wagen wieder zu füllen. Die einschlägigen deutschen Supermärkte reihen sich aneinander. Im Drogeriemarkt lautet die Rechnung am Ende 1.400,05 Euro; wir haben alle Einkaufswagen in Gebrauch.<br />
Wir haben nur Scheine und bitten um den Erlass der fünf Cent. Nein, das geht nicht.<br />
Wir fügen hinzu, dass der Einkauf für die Ukraine ist. Keine Chance.<br />
Seit Corona läuft es in Michalovce auch mies, nicht bei jeder:m ist Platz für Empathie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über Messenger-Gruppen kommen die Notrufe, Bedarfe und Infos, und über Leute, die man zufällig trifft.<br />
„Wer kann eine Frau mit Baby an der Grenze abholen?“<br />
„Wir haben drei freie Plätze nach Leipzig.“<br />
„Transport nach München und Katowice gesucht!“<br />
Infos über neue Zollbestimmungen. Über die Lage an den Grenzübergängen. Ständig upgedatete Listen mit benötigten Sachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann wird organisiert. Alle in dieser Blase reagieren schnell und zielgerichtet. Genau wie die tollen Leute zuhause, die uns unterstützen. Über jede Überweisung freuen wir uns genauso wie über jedes Angebot, Menschen aufzunehmen.<br />
Ein Helfer aus Kroatien braucht Hilfe beim Einrichten eines neuen Notlagers. Wir kaufen 15 aufblasbare Betten, dazu Kissen, Pumpen und Schlafsäcke und handeln einen Rabatt aus. Seine anderen Wünsche, Helme und schusssichere Westen, können wir leider nicht erfüllen, denn diese gibt es hier nicht.<br />
Anfrage: Eine Familie aus Kyjiw sitzt im Zug hierher, mit dabei ein vor fünf Tagen geborenes Baby. Sie brauchen einen Transport und eine Unterkunft in Köln. Da ein Radiosender von unserer Tour berichtet, nutze ich das nächste Gespräch, um dafür aufzurufen. Sofort kommen Angebote für Unterkünfte rein, von Freund:innen und Hörer:innen. Wahnsinnig nette E-Mails von Menschen, die entweder zusammenrücken wollen oder ganze Häuser anbieten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Neugeboren in Düren</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwei Tage später zieht die Familie mit dem Baby bei einer Familie in Düren ein, dort wird sogar Ukrainisch gesprochen. Ihren Hund mussten sie in Kyjiw lassen, kein Platz mehr im Zug. Im Chaos am Bahnhof drückten sie jemandem die Hundeleine in die Hand. Sie erinnern sich nicht an die Person, so schnell musste es gehen. Wunder: Eine Woche später wird er über eine Social-Media-Gruppe gefunden und von einem Verwandten gesichert.<br />
Die Idee, die uns aus Deutschland erreicht, man solle nicht einfach so herkommen, weil bereits genug Helfer:innen da seien, erscheint uns an diesem Ort nicht angemessen. Allerdings sollte man sich vorher vernetzen und wissen, wo man und was gebraucht wird.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2907 alignright" src="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_6-300x225.jpg" alt="In einer Halle werden Hilfsgüter von einem Transporter in einen Lkw gepackt, um Menschen in der Ukraine zu unterstützen" width="300" height="225" srcset="https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_6-300x225.jpg 300w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_6-1024x767.jpg 1024w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_6-768x575.jpg 768w, https://tageswow.de/wp-content/uploads/2022/03/fb_6.jpg 1170w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegenüber der Schule, in der Denis mit seiner Familie wartet, parkt ein älterer 40-Tonner von DHL. Die slowakischen und ukrainischen Fahrer:innen stehen in der Kälte herum und warten auf Lieferungen von Leuten wie uns. Es ist schon zehn Uhr abends, diese Leute sind rund um die Uhr hier. Sobald ein Transport eintrifft, kommen die aus der Ukraine geflüchteten Leute rüber, bilden eine Kette und laden ein. Denis, seine Frau und Kinder machen auch mit.<br />
Wir laden unsere Fracht in den Lkw.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Unterkunft gefunden, Familie in Sicherheit</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>In einer Messenger-Gruppe bietet eine Frau eine Fahrt nach Berlin für den nächsten Morgen an. So wären Denis und Familie eher dort. Sie sind einverstanden und wir verabschieden uns. Am folgenden Abend informiert uns Denis, sie seien gut angekommen. Später schickt die Fahrerin Bilder vom gemeinsamen Zoobesuch, sie wird sich weiter um die ukrainische Familie kümmern.<br />
Gutes Teamwork. Schon zwei Familien untergebracht. Und noch sechs freie Plätze im Auto. Mein irakischer Freund zeigt keinerlei Missgunst, dass den ukrainischen Menschen mehr Türen geöffnet werden als ihm und den Geflüchteten damals.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am nächsten Tag wieder zum Ladeplatz an der Schule. Auf der Suche nach Übersetzung lernen wir Kateryna kennen. Sie ist aus Kyjiw geflohen, mit zwei Kindern, ihr Mann musste dort bleiben. Bei ihr ist Ana mit ihrer kleinen Tochter und Oksana plus Katze.<br />
Sie haben noch nicht realisiert, was passiert ist. Als wir anbieten, sie nach Deutschland mitzunehmen, zucken sie hilflos mit den Schultern. Sie könne noch nicht denken, erklärt Kateryna. Und sich noch nicht vorstellen, die geografische Nähe zu ihrem Land, ihrem Mann und ihrer Mutter aufzugeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Die Nachrichten sind das Schonprogramm</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Betreuer:innen bringen Kuchen und wir sprechen mit allen Bewohner:innen. Manche wollen zu Freund:innen in Italien, zu Verwandten nach Polen. Ihre Videos aus den bombardierten Städten sind um ein Vielfaches schrecklicher als alles, was in den Nachrichten zu sehen ist. Die Wirklichkeit ist Blut, abgetrennte Körperteile.<br />
Ein Mann erzählt immer wieder, wie sein Nachbar und er Wasser holen wollten, als eine Bombe vor ihnen einschlug und den Kopf des Freundes abriss.<br />
Immer wieder.<br />
Mein Begleiter hört ihm ewig zu, dann umarmen sie sich.<br />
Kateryna speichert unsere Nummern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir klappern die Apotheken und Supermärkte ab und füllen den Wagen erneut. Insgesamt können wir in diesen Tagen für über 6.500 Euro Medikamente, Lebensmittel und Anderes besorgen.<br />
Wir beladen den Truck, organisieren, treffen neu angekommene Menschen, übernehmen Erledigungen. Ich verfolge zeitgleich die Einsätze der ehrenamtlichen Hilfsorganisationen zuhause: Es geht um die Evakuierung von Kranken, Hochschwangeren oder Rollstuhlfahrer:innen, um Generatoren für Kinder, die Atemgeräte brauchen, die Bereitstellung von Riesenmengen an Hilfsgütern – und viele andere große Nöte, die gute Koordination erfordern. Alle sind maximal bereit und pausenlos aktiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4></h4>
<h5>Mit Katze, Kind und Kegel nach Köln</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>„I think we have no choice“, sagt Kateryna leise am Telefon.<br />
Am nächsten Morgen besorgen wir eine Katzentransportbox und Proviant für die Reise nach Köln. Wir verlassen das Grenzgebiet mit drei Frauen, einem 15-jährigen Mädchen, zwei fünfjährigen Kindern und ein wenig Gepäck. Lange, stille Fahrt durch die slowakische Tristesse und die verschneite Tatra, Übernachtung bei Prag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein paar Tage später. Unsere neuen Freund:innen sind gut untergebracht, die Gastgeber:innen sind tolle Menschen, die sich auch um alles Weitere kümmern wollen. Papierkram, Sprachschulen, Kindergarten.<br />
Kateryna und Ana warten jeden Tag auf Lebenszeichen von ihren Männern in Kyjiw. Oksana lernt Deutsch im Alleingang.<br />
Ein Kollege ist derweil mit drei weiteren Transportern unterwegs nach Vyšné Nemecké, und wir planen die nächste Fahrt.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Geldspenden für die nächste Fahrt sind möglich via<br />
paypal: kk@kristina-koch.com<br />
oder<br />
Überweisung: <a href="https://www.willkommen-in-nippes.de/">Förderverein Willkommen in Nippes e. V.</a><br />
Volksbank Köln Bonn eG<br />
IBAN: DE97 3806 0186 4921 0590 14<br />
BIC: GENODED1BRS<br />
Verwendungszweck: Transport Ukraine KK<br />
Zuwendungsbestätigung möglich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>alle Fotos: © Kristina Koch</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/an-der-grenze-bericht-ueber-eine-hilfsaktion/">An der Grenze: eine Hilfsaktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Update: Erweiterte Linkliste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2022 21:32:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Tilly]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kundgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland]]></category>
		<category><![CDATA[Wagenbauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>tageswow.de ist ein Kind des Rheinlands. Also war eigentlich Karneval (draußen) angesagt. Nachvollziehbarerweise hat dieser nun keine Priorität. Was Wagenbauer:innen und Hardcore-Karnevalist:innen nicht davon abhält, zur aktuellen Situation Stellung zu beziehen (im Bild: der Rosenmontagszug-Wagen von Jacques Tilly, Photo Credit: © Christph Schroeter, RP Online). In Köln kamen heute, am Rosenmontag, über eine Viertelmillion Menschen&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/erweiterte-linkliste/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Update: Erweiterte Linkliste</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> ist ein Kind des Rheinlands. Also war eigentlich Karneval (draußen) angesagt.<br />
Nachvollziehbarerweise hat dieser nun keine Priorität.<br />
Was Wagenbauer:innen und Hardcore-Karnevalist:innen nicht davon abhält, zur aktuellen Situation Stellung zu beziehen (im Bild: der Rosenmontagszug-Wagen von Jacques Tilly, Photo Credit: © <a href="https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-so-sieht-der-putin-wagen-von-jacques-tilly-zum-krieg-aus_bid-66683959#7">Christph Schroeter, RP Online</a>).</p>
<p>In Köln kamen heute, am Rosenmontag, <a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/rosenmontag-frieden-demo-krieg-ukraine-corona-nrw-100.html">über eine Viertelmillion Menschen</a> zusammen, um für den Frieden zu demonstrieren und gegen den Krieg zu protestieren.<br />
Dabei wird sich nicht auf Krieg in Europa beschränkt – Krieg muss aufhören. Egal wo.<br />
Patriarchale Strukturen müssen durchbrochen und durch Demokratie ersetzt werden – egal wo.<br />
Der Ausbruch des ersten Weltfriedens sollte stattdessen Priorität haben – überall.</p>
<p>Ergänzend zu den gestern, am 27.2.22, geteilten Links zur Sofort-Hilfe durch <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/solidaritaet-mit-der-ukraine">Spendenmöglichkeiten</a> und <a href="https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/">Schlafplätze</a> stehen heute weitere Listen verifizierter <a href="https://www.dzi.de/wp-content/uploads/2022/02/DZI-Spenden-Info-Nothilfe-Ukraine.pdf">Spenden</a>&#8211; und <a href="https://ukraine.lnob.net/">Registrierungsmöglichkeiten</a> zur Verfügung.</p>
<p>Es ist möglich, etwas zu tun. Tun wir es.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/erweiterte-linkliste/">Update: Erweiterte Linkliste</a> erschien zuerst auf <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>.</p>
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		<title>Aus aktuellem Anlass:</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2022 20:17:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalte]]></category>
		<category><![CDATA[Krief]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[war]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe an guten Nachrichten Interessierte, heute und dieser Tage gilt es weiterhin und noch mehr, an die Kraft der Ermutigung und Bestärkung Einzelner zu denken, um die Gemeinschaft in die Lage zu bringen, als solche durchzuhalten, einzustehen für die Kraft des Friedens und des Miteinanders. Diese Zeilen zu schreiben, fühlt sich lächerlich an im Angesicht&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/aus-aktuellem-anlass/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Aus aktuellem Anlass:</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe an guten Nachrichten Interessierte,</p>
<p>heute und dieser Tage gilt es weiterhin und noch mehr, an die Kraft der Ermutigung und Bestärkung Einzelner zu denken, um die Gemeinschaft in die Lage zu bringen, als solche durchzuhalten, einzustehen für die Kraft des Friedens und des Miteinanders.</p>
<p>Diese Zeilen zu schreiben, fühlt sich lächerlich an im Angesicht dessen, was vor sich geht.<br />
Es fühlt sich klein an, denn die Frage, wen diese Zeilen erreichen, ob sie reichen und ob sie ansatzweise angemessen sind, liegt wie Blei auf dem Gemüt der Verfasserin.</p>
<p>Was bringt eine <a href="https://tageswow.de/vermischtes/muell-einfach-aufessen/">Gute-Nachrichten</a>-Seite in Tagen wie diesen?<br />
Hilft sie konkret? Kann sie Wandel bewirken, den benötigten Wandel, der die Schaffung dieser Seite überhaupt erst bewirkte?</p>
<p>Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Wie Sie sich fühlen, wie Sie empfinden, was Sie zur Zeit tun oder nicht tun.<br />
Ich kann nur vermuten, dass es Ihnen eventuell ähnlich geht wie mir.<br />
Vielleicht sind Sie entmutigt, entkräftet nach den zurückliegenden Jahren und alldem, was &#8217;neben&#8216; der Pandemie sonst noch geschehen ist auf der Welt.</p>
<p>Wir leben in einer Zeit der Inflation.<br />
Damit meine ich nicht die Inflation des Wertes bedruckten Papiers.<br />
Ich meine die Inflation des Wertes von Nachrichten in Bildern und Wörtern, gesprochenen wie geschriebenen.<br />
Inhalte waren schon immer Ware; Geschichten zu erzählen, liegt in der Natur des Menschen. Eventuell war die Fähigkeit, Inhalte zu beschreiben und weiterzugeben, gar eine Beschleunigung der biologischen und technischen Entwicklung bis hierhin.<br />
Dessen unbenommen sind wir an einem Punkt angelangt, der es uns bei gleichzeitiger Möglichkeit, Inhalte weltweit zugänglich zu machen und zu teilen, unmöglich macht, all diese Inhalte zu verarbeiten.</p>
<p>So geht es mir zum jetzigen Zeitpunkt.<br />
Ich kann es wortwörtlich nicht fassen, was ich da sehe.<br />
Zum ersten Mal seit meinen <a href="https://tageswow.de/vermischtes/die-genese-des-wows/">Tätigkeiten in Nachrichtenredaktionen</a> sitze ich stundenlang vor dem Fernseher und verfolge Nachrichtensendungen, Ströme von Wörtern und Bildern.<br />
Zum ersten Mal seit vielen Jahren setze ich mich bewusst dem aus, was mich lähmt.<br />
Weil ich es nicht leisten kann, so zu tun, als ließe sich das ignorieren, indem jeder Tag, der neu anbricht, die Möglichkeit birgt, die Nachrichten mögen abbrechen beziehungsweise andere Inhalte zeigen.<br />
Zum ersten Mal seit Jahren kenne ich eine Person in der betroffenen Region und kann nicht zu ihr durchdringen.</p>
<p>Das Schlimme daran? Dass dies in seiner Aus- und Durchführung zwar ein Einzelfall ist, nicht aber in seiner Art. Kriege, Überfälle, Tötungen und Massaker gehören zu den letzten Jahrzehnten wie die rasante Entwicklung technischer Möglichkeiten, diese „live“ mitzuerleben und dennoch in Sicherheit zu sein.<br />
Dies führt auf Dauer aus Gründen des Selbstschutzes zu Abstumpfung; wie sonst lässt es sich erklären, dass wir seit Jahren kriegerische Auseinandersetzungen, Menschenrechtsverletzungen und destruktive Politiksysteme tolerieren?</p>
<p>Seit Tagen frage ich mich, was diesen Krieg für mein Empfinden und meine Wahrnehmung schlimmer, persönlicher gestaltet als die kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen, die ebenfalls seit Jahren meine Wahrnehmung und mein Empfinden beeinflussen.<br />
Die naheliegendste Antwort: die geographische Nähe.<br />
Doch das ist es nicht.<br />
Es ist die Tatsache, dass nach alldem, was innerhalb der letzten zwei Jahre an Kritik bis hin zu Zerstörungswut bezüglich (deutscher) Demokratie zu vernehmen war, Letztere nun ganz physisch angewandt wird.<br />
Eine Demokratie soll zerstört werden.<br />
Die Demokratie?<br />
Es ist nicht nachzuvollziehen.</p>
<p>Und das macht es so lähmend. Das macht einen Gute-Nachrichten-Newsletter so obsolet bei gleichzeitiger Notwendigkeit, diesen zu erstellen und zu verschicken.<br />
Das macht es unmöglich, von der großen Freude zu berichten, die in den zurückliegenden Wochen, besonders <a href="https://tageswow.de/deintageswow/dein-tageswow-jubilaeumswoche/">zwischen dem fünfzehnten und dem zweiundzwanzigsten Februar</a>, <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a>, Beteiligte und Follower:innen beflügelt hat, als klar war: <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> ist ein halbes Jahr alt und ein wichtiger Bestandteil im Nachrichtenstream. tageswow.de rennt offene Türen ein. Und <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> hat nach Jahren der Vorbereitung und Konzeption ein Level erreicht, auf dem aufgebaut werden kann.<br />
Zu guter Letzt: <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> ist via <a href="https://tageswow.com">tageswow.com</a> nun auch <a href="https://tageswow.com">englischsprachig</a> zugänglich.</p>
<p>All das dürfte Berechtigung genug sein, zu produzieren und zu veröffentlichen wie nicht zuvor. Die Voraussetzung, die Notwendigkeit, nun darüber unterrichtet zu werden, was trotz und über allem an <a href="https://tageswow.de/deintageswow/dein-tageswow-top-3-der-guten/">Hervor- und Herausragendem in konstruktivem Sinne</a> geschieht, ist unübersehbar.<br />
Dennoch ist es heute nicht möglich.<br />
Als Alleinverantwortliche und -Zuständige für <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> bin ich dieser Tage überfordert. Alles, was ich veröffentlichen und posten könnte, scheint mir hohl und wirkungslos in Anbetracht dessen, was vor unser aller Augen geschieht.</p>
<p><em>Aber.</em><br />
Auch, wenn ich Sie momentan nicht wie üblich per Newsletter am Sonntag mit einem Wohlgefühl aus der Woche entlassen kann, so möchte ich doch nicht versäumen, Ihnen die Möglichkeit der Selbstermächtigung zu geben, um in dieser Zeit der Angststarre, der Lähmung ob des Unfassbaren die Möglichkeit zu haben, dieser wenigstens ein Stück weit zu entkommen.</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Tagen recherchiert und Stimmungen aufgenommen, um herauszufinden, was getan werden kann.<br />
<a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/hilfe-und-helfen">Hier</a> finden Sie Links zu Organisationen, die auf unterschiedliche Weise helfen.<br />
Denen auch Sie helfen können, sei es durch monetäre Spenden, <a href="https://katapult-magazin.de/de/artikel/solidaritaet-mit-der-ukraine">Tatkraft</a> und/oder <a href="https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/">Herzlichkeit und eine offene Tür</a>.</p>
<p>Lassen Sie uns dem Wahnsinn Klarsinn entgegenrecken und uns nicht beirren.<br />
Das, was momentan geschieht, ist nicht die Regel. Es ist die Ausnahme. Und als solche kann sie behandelt werden.</p>
<p>Leonie Adam für <a href="https://tageswow.de">tageswow.de</a> am 27. Februar 2022</p>
<p>(Auszug aus dem <a href="https://6r534.r.ah.d.sendibm4.com/mk/mr/0bL_TEn9bC5Hip8IFc8Woz0vcXmG8oI7Q-5VS3s2eghlp6XdHhJTuXOJZdILaxdARw72asZVUFNy-cqjJXTPf52ZtnGBZl8nPgEe7QUHT149Z9xgElZdHUtB0SHXweyz2fofnQ">Februar-Newsletter</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildquelle/Lizenz: © katapult-magazin.de, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/" rel="noopener noreferrer nofollow">CC BY-NC-ND 4.0</a></p>
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		<dc:creator><![CDATA[Wiebke Geltinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 08:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielen Dank. Wir freuen uns auf Ihre monetäre Unterstützung, mit der das Betreiben dieses Nachrichten-Angebots sichergestellt werden kann. Ab einem Betrag in Höhe von von 200,00 Euro erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung. &#160; tageswow • Leonie Adam • Tomorrow Bank • IBAN DE67 1101 0101 5079 5090 47 • BIC SOBKDEB2XXX &#160; Transparenzhinweis: Die Tomorrow Bank&#8230;&#160;<a href="https://tageswow.de/unkategorisiert/sie-moechten-uns-unterstuetzen/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Sie möchten uns unterstützen?</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank. Wir freuen uns auf Ihre monetäre Unterstützung, mit der das Betreiben dieses Nachrichten-Angebots sichergestellt werden kann. Ab einem Betrag in Höhe von von 200,00 Euro erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>tageswow • Leonie Adam • <a href="https://www.tomorrow.one/de-DE/">Tomorrow Bank</a> • IBAN DE67 1101 0101 5079 5090 47 • BIC SOBKDEB2XXX</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Transparenzhinweis: Die Tomorrow Bank arbeitet mit der Solaris Bank zusammen.</em></p>
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